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MOBIL: Ein Kulturdorf auf Achse

Von April bis September 2018 tourt der St. Galler Kulturcontainer durch die Region. Ostschweizer Musiker und Künstler können sich jetzt für Auftritte bewerben.
Nina Rudnicki
Die Initianten präsentieren ihr «Kulturcontainer»-Projekt, das nächstes Jahr aus fünf Schiffscontainern bestehen wird. (Bild: Jil Lohse)

Die Initianten präsentieren ihr «Kulturcontainer»-Projekt, das nächstes Jahr aus fünf Schiffscontainern bestehen wird. (Bild: Jil Lohse)

Nina Rudnicki

ostschweizerkultur

@tagblatt.ch

Eine mobile Küche ist auf dem Vadianplatz vor dem Neumarkt in St. Gallen aufgebaut. In einem Topf brodelt Risotto mit regionalen Zutaten. Wenige Meter weiter steht ein zu einer Bar umfunktionierter Mini-Lastwagen. Gegenüber von diesem hat die St. Galler Band Amélie Junes vor einem Schiffscontainer eine improvisierte Bühne aufgebaut und spielt einige Songs von ihrem aktuellen Album. So – nur grösser – soll das Projekt St. Galler Kulturcontainer aussehen, das im April 2018 startet und durch den ganzen Kanton tourt. Anlässlich ihres 150-Jahr-Jubiläums möchte die St. Galler Kantonalbank die Ostschweizer Kulturszene fördern und Musikern, Künstlern, Kunsthandwerkern, Akrobaten, Tänzern, Autoren und Schauspielern eine Plattform bieten. Aktuell läuft die Bewerbungsfrist.

Im Herbst wird ein Team rund um Projektinitiant Christof Huber das Programm bekannt geben. «Die Idee ist, zu zeigen, wie vielfältig die Ostschweizer Kulturszene ist», sagte er am Mittwoch an der Medienkonferenz. «Ausserdem sollen Künstler, die beispielsweise in St. Gallen bekannt sind, die Chance haben, auch in Rapperswil oder Uznach aufzutreten, und umgekehrt.»

Ein Dorf auf 400 Quadratmetern

Stationen sind neben St. Gallen Wattwil, Herisau, Buchs, Altstätten, Rorschach, Wil, Walenstadt, Bad Ragaz und Gossau. An jedem dieser zwölf Ort wird der Kulturcontainer während dreier Tage zu Gast sein. Das Projekt besteht nicht, wie es der Name vermuten lässt, aus einem einzelnen Container. Vielmehr handelt es sich um ein Containerdorf, das aus einem Bühnen- und einem Handwerkscontainer sowie aus drei Gastrocontainern besteht. Die Container werden ausgebaut und dekoriert und durch Terrassen und Bars ergänzt. Dieses mobile Dorf wird auf 400 Quadratmetern aufgestellt. In Rapperswil findet es beispielsweise Platz auf dem Fischmarktplatz, in Uznach auf dem Parkplatz der Sportanlage, in Herisau vor der Chälbihalle, in Altstätten vor dem Rathaus.

«Unser Ziel war es von Anfang an, durch möglichst viele verschiedene Gemeinden zu touren und in grösseren sowie in kleineren Orten Halt zu machen», sagt Christof Huber. «Denn wir wollen nebst der Kultur die Regionalität in den Mittelpunkt stellen.» Im Handwerkscontainer sollen die Besucherinnen und Besucher beispielsweise an jedem Ort das lokale Handwerk erleben können. Dabei kann es sich laut Huber etwa um Schnitzen, Malen oder Holzbildhauerei handeln. Auch die Speisen und Getränke sollen einen Bezug zur jeweiligen Region haben. Das Programm des Kulturcontainers wird in Tages- und Abendangebote unterteilt und sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gestaltet sein.

Nach der halbjährigen Tour des Kulturprojektes hoffen die ­Initianten einen dauerhaften Standort für das Containerdorf zu finden. Dort könnte es dann fix aufgebaut und für regelmässige Veranstaltungen genutzt werden. Auch dafür können sich interessierte Institutionen und Gemeinden bewerben.

Weitere Infos unter www.kultur-container.ch

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