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Frau Schlotterbeck ist «ein bisschen am besten»: Familienstück am Theater St.Gallen

Achtung, da hinten schleicht sich Hotzenplotz heran! Das neue Familienstück des Theaters St. Gallen erzählt lustvoll die Fortsetzung um Räuber Hotzenplotz, Grossmutter, Kasper und Seppel. Und das junge Publikum beteiligt sich am Geschehen.
Julia Nehmiz
Seppel (Tobias Graupner), Kasper (Fabian Müller) und die muntere Grossmutter (Anja Tobler) hecken Pläne aus. (Bild: Jos Schmid)

Seppel (Tobias Graupner), Kasper (Fabian Müller) und die muntere Grossmutter (Anja Tobler) hecken Pläne aus. (Bild: Jos Schmid)

«Aaaaachtung, Achtung, da kommt Hotzenplotz!!!» Hunderte Kinder schreien und kreischen und fiebern mit. Wohl nie ist ein Premierenpublikum im Theater St. Gallen ausgelassener, als wenn «Räuber Hotzenplotz» gespielt wird. Schon vor der Vorstellung hopsen die Zuschauer voller Vorfreude auf den Klappsitzen. Und dann ermuntert Dramaturgin Anja Horst in einer spontanen Ansprache die Kinder zum Mitmachen, Mitsingen – und eben Mitrufen.

Klar, wenn der Räuber Hotzenplotz aus dem Spritzenhaus entwischt und der Grossmutter alle Bratwürste mit Sauerkraut wegfrisst, da kann man nicht tatenlos zusehen. Vor allem nicht, wenn die Inszenierung so munter daherkommt. Kasper und Seppel wurden zwar in eine Art Gartenzwergkostüme gesteckt, doch Fabian Müller und Tobias Graupner spielen zwei aufgeweckte Burschen, die dem Räuber Hotzenplotz ein zweites Mal mit Witz und List das Handwerk legen.

Diesmal auch auf Schweizerdeutsch

Das Theater St. Gallen spielt den zweiten Teil von Ottfried Preusslers Klassiker, diesmal teils auf Schweizerdeutsch. Doch auch «Hotzenplotz»-Neulinge werden ihren Spass haben. Da ist zum einen die unverwüstliche Geschichte vom bösen Räuber, dem etwas tumben Oberwachtmeister Dimpfelmoser (herrlich schwer von Begriff Markus Schäfer), der liebevollen und munteren Grossmutter (Anja Tobler mit flottem Hüftschwung)und natürlich den gewitzten Buben Kasper und Seppel. In der St. Galler Inszenierung bekommen sie einen Untermieter zur Seite gestellt: Marius Tschirky («von der Jagdkapelle») bringt schmissige Musik auf die Bühne. Kasper und Seppel hecken Pläne aus, um den Räuber zu fangen, doch ohne die Hilfe der Witwe Schlotterbeck (bei Birgit Bücker eine hypermoderne Geheimageagentin mit einem Labor wie James Bond) wären sie aufgeschmissen.

«Schade ist Wasti kein echtes Krokodil»

Das kommt an: Mia (8), Lotte (7) und Anton (4) hat es prima gefallen. «Frau Schlotterbeck war cool», sagt Mia. «Sie kann mit Laser die Fesseln öffnen.» Auch Lotte findet die Frau Schlotterbeck «ein bisschen am besten». Anton findet das Polizeivelo mit Blaulicht super. Doch er ist enttäuscht, dass Wasti kein echtes Krokodil ist, sondern unsichtbar. Nur dass so viel geschrien wurde, fanden sie blöd: «Manchmal hat man nichts mehr verstanden.» Aber sonst: alles toll. Mia und Lotte freuen sich, dass sie mit der Schule nochmals «Hotzenplotz» anschauen werden.

Das Stück läuft noch bis Anfang Februar und über die Weihnachtszeit im Theater St.Gallen

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