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Mit Blumen durch vier Jahrhunderte

Lesbar Kunst

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Michael Roth (Hg): Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes. Hirmer 2017, 256 S., Fr. 48.–

Maria Sibylla Merian fasziniert bis heute. Als Frau des 17. Jahrhunderts führte sie ein bemerkenswert eigenständiges Leben. Sie war die Tochter des ursprünglich aus Basel stammenden Verlegers, Zeichners und Druckgrafikers Matthäus Merian und wuchs in Frankfurt auf. Ihre Familie erkannte und förderte ihr künstlerisches Talent. Auch als verheiratete Frau und Mutter von zwei Töchtern blieb sie berufstätig. Sie erteilte Stick- und Malunterricht, publizierte mehrere wissenschaftliche Bücher zu Blumen und Insekten und verkaufte daraus von Hand kolorierte Einzelseiten mit Kupferstichen. Eine Publikation nimmt Maria Sibylla Merians meisterhafte Blumenzeichnungen zum Anlass, sich mit der Entwicklung der Blumenmalerei vom 15. bis ins 19. Jahrhundert zu befassen. Der Band besticht durch seine reiche Bebilderung. In profunden, sich eher an ein Fachpublikum richtenden Texten werden die Künstler und ihr Schaffen vorgestellt: etwa Georg Flegel, der als Vater des Blumenstilllebens in Deutschland gilt. Als Lehrer von Maria Sibylla Merians Stiefvater Jacob Marrel hatte er einen erheblichen Einfluss auf die junge Künstlerin.

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Beatrice Green-Pedrazzini: Schmetterlinge und Leidenschaft, Chronos 2017, 108 S., Fr. 29.–

Die Liebe zu Insekten führte sie nach Surinam

Schon als Kind war Maria Sibylla Merian fasziniert von den Raupen und ihrer geheimnisvollen Verwandlung zum Schmetterling. Später widmete sie ihnen ein ganzes Buch: «Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung», erstmals erschienen 1679. Von den Bildern bis zu den Texten stammte alles aus ihrer Hand. Neuartig daran war, dass Merian die verschiedenen Raupenstadien gemeinsam mit der Futterpflanze in einem Bild zeigte. Das Raupenbuch ist eines von vier Werken, die in «Schmetterlinge und Leidenschaft» mit ausgewählten Bildern und kurzen Texten vorgestellt werden. Es ist der Katalog zur einer Ausstellung im Museum für medizinhistorische Bücher in Muri, die noch bis am 16. September zu besichtigen ist. Ihre Liebe zu Insekten führte Maria Sibylla Merian bis nach Surinam. Das Buch, das sie über die dortige Insektenwelt verfasste, machte sie in ganz Europa berühmt.

Christina Genova

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