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Michael Chabon, der Spieler mit den Genres

Michael Chabon spielt mit den Genres. Alle Bücher passen scheinbar in eine Schublade, aber alle winden sich mit Leichtigkeit wieder heraus, weil sie – alle sehr flüssig übersetzt von Andrea Fischer – vielmehr sind als Comic, Krimi, Abenteuerroman oder Autobiografie.

Der Comic-Roman

Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier und Clay, 2002: Josef Kavalier und sein Vetter Sammy Clay wollen als jüdische Comic-Künstler Karriere machen. Chabon erzählt ein Stück Comicgeschichte nach, führt die Leser mit ihren Helden, die den amerikanischen Traum verfolgen, von Prag über New York bis in die Antarktis. Pulitzerpreis 2001.

Der Kriminalroman alter Schule

Das letzte Rätsel, 2005: Der 89-jährige Sherlock Holmes, der zurückgezogen in einem britischen Dorf lebt, muss noch einmal ran, als Linus Steinman mit einem Papagei auftaucht, der merkwürdige Zahlreihen spricht. Ein SS-Code? Ein Schweizer Konto?

Der Kriminalroman neuer Schule

Die Vereinigung jiddischer Polizisten, 2008: Nicht Palästina ist das Land der Juden geworden, sondern Alaska. Hier lebten die jiddisch sprechenden «Chosen Frozen» 60 Jahre lang. Doch jetzt soll das Land an die USA zurückfallen. Da geschieht ein Mord, den Meyer Landsman vom Morddezernat aufdecken soll. Der ist Trinker, geschieden, beruflich nicht sehr erfolgreich. Sein neuer Chef: Seine Ex-Frau. Ein bisschen Raymond Chandler, und doch ganz Michael Chabon.

Der Abenteuerroman

Schurken der Landstrasse, 2010: Zwei Söldner, der wortkarge, fränkische Jude Zelikman und der afrikanisch-jüdische Riese Amram, ziehen im Jahr 950 durch das sagenumwobene Land der Chasaren, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, dessen Oberschicht geschlossen zum Judentum übertrat.

Der Jazz-Roman

Telegraph Avenue, 2014: Der weisse Nat Jaffe und der schwarze Archy Stallings führen gemeinsam den kleinen, aber exklusiv bestückten Jazzplattenladen Brokeland Records in Oakland bei San Francisco. An ihrer Strasse trifft das weisse Universitätsmilieu auf die schwarze Kultur des Arbeiterviertels. Scheinbar Jazz-, in Wirklichkeit aber grosser Amerikaroman. (vhs)

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