«Menagerie»: Tierisches Vergnügen in der Kunstausstellung

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Robert Longo: Tiger Head No. 7, 2011, Sammlung Würth.

Robert Longo: Tiger Head No. 7, 2011, Sammlung Würth.

RorschachTiere haben keine Sprache wie der Mensch, dafür ist unsere Sprache voller tierischer Begriffe: Wir kommen auf den Hund oder weinen Krokodilstränen, wir schimpfen wie Rohrspatzen oder sind arm wie Kirchenmäuse, unter uns sind Hasenfüsse und Wölfe im Schafspelz. Über Jahrhunderte haben Literatur und Kunst versucht, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, die Sonderstellung Vertrautheit und Fremdheit zu beschreiben. Und so änderte sich unsere Vorstellung vom Wesen der Tiere von Epoche zu Epoche.

Ein Sehvergnügen für die ganze Familie

Das Forum Würth Rorschach zeigt in seiner neuen Ausstellung «Menagerie», wie Künstler mit den Tieren umgegangen sind. Zeigt mythologische Figurationen, Fabel- oder Märchengestalten wie Drachen, Sphinxen, Chimären oder Minotauren ebenso wie Kühe, Schafe, Pferde, Hunde, Katzen, Vögel oder Tiger. Nicht alle stehen, «wie es sich gehört», auf der Weide, sondern sie besetzen Computer wie etwa Flanagans Hasendenker, proben das Kamasutra wie die Frösche bei Ungerer oder lassen in Robert Longos Tigerkopf das Bedrohliche aufblitzen. Die Ausstellung empfiehlt sich als Sehvergnügen für die ganze Familie, und es gibt auch eine Menge über uns Menschen zu erfahren, denn der Mensch hat stets versucht, sich über das Tier zu deuten. (red)

7.2. bis 3.2.2019, Churerstr. 10; Di–So 11–17 Uhr (April–September Mo–So 10–18 Uhr)