Meinungsfreiheit?

LESBAR ZEITSCHRIFT

Rolf App
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Bild: Rolf App

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«Charlie Hebdo», das ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Doch wie steht es um diese Meinungsfreiheit? Im «Schweizer Monat» zieht der US-Jurist Jonathan Turley Bilanz. «Die Zukunft sieht für die Verteidiger der Meinungsfreiheit ziemlich düster aus», schreibt er und berichtet etwa über den Komiker Dieudonné, aber auch über viele andere Fälle, in denen die Justiz in den westlichen Ländern immer wieder gegen unliebsame Äusserungen vorgeht. Was Frankreich gegenüber andern Nationen heraushebt, greift Philippe Nemo heraus: Mit Zwang wolle man hier «den Franzosen angebliche <Werte der Republik> aufoktroyieren». Und die Regeln jener linken Gruppen, die dabei den Ton angäben, seien «die Regeln der Inquisition»: ein Verdacht genüge. So sei Michel Houellebecqs Buch «Unterwerfung» unmittelbar nach Erscheinen gebrandmarkt worden, weil es in literarischer Form die Islamisierung Frankreichs aufnehme.

Der Monat, Februar 2015

Wir Markengläubige

Warum gehen die Leute zu Starbucks? «Der Kaffee ist dort besser», sagen sie. Das stimmt aber nicht. Die richtige Antwort wäre: Sie reagieren auf die Marke. «Gehirn und Geist» erläutert, was dabei abläuft, wenn wir eine Kaufentscheidung fällen. Aktiviert wird zum einen das Belohnungszentrum im Gehirn. Hat das Produkt einen hohen Preis, so wird eine andere Region aktiv, wo Schmerz und Ekel zu Hause sind. Jetzt wägt das Gehirn ab. Und der Hersteller eines Produkts kann zweierlei tun: den Preis senken oder den Wert erhöhen. Letzteres geschieht durch die Marke. Sie ist wie der Rahmen um ein Bild: Wir sehen das Produkt dann als wertvoller an.

Gehirn und Geist 3/2015

Eine andere Sicht

Es sagt sich so leicht: Vorbei ist vorbei! Aber manchmal ist es schwer. «Wir kommen nicht unverletzt durchs Leben», sagt die Philosophin Melanie Wolfers. Manchmal aber will und will kein Gras über diese Verletzungen wachsen. Wie man das aber schaffen kann, das ist das Thema von «Psychologie heute». Eine Antwort lautet: Man muss sein Leben umschreiben. Anders bewerten, was da geschehen ist. Und so zu einem freieren Menschen werden. Man muss vergeben. Allerdings: Das kostet Zeit und Energie.

Psychologie heute, März 2015

Bild: Rolf App

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