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Interview

Marco Fritsche bekommt neben «Bauer, ledig, sucht...» seine eigene Trödelshow

In seiner neuen Show «Schatz oder Plunder» ist Moderator Marco Fritsche bei Bauern von «Bauer, ledig, sucht...» auf Schatzsuche. Der Moderator über Landwirte mit raren Kostbarkeiten, sich zierende Hofdamen, Sex und Södwörscht.
Interview: Andreas Ditaranto, Bruno Scheible
Marco Fritsche sieht sich eher als eine Art Club-Med-Animateur denn als Kuppler der Nation. (Bild: Mareycke Frehner)

Marco Fritsche sieht sich eher als eine Art Club-Med-Animateur denn als Kuppler der Nation. (Bild: Mareycke Frehner)

Jubiläum: Bereits seit zehn Jahren gibt es die Erfolgssendung «Bauer, ledig, sucht ...» auf 3+. Seit Winter 2008 moderiert Marco Fritsche die Show, die 14. Staffel ist im Juli angelaufen. Der 42-jährige Appenzeller wird zudem eine neue Trödelshow («Schatz oder Plunder») moderieren. Zusammen mit dem Chef des Zürcher Brockenhauses, Ueli Müller, durchforstet er die Estriche, Keller und Abstellräume der aus «Bauer, ledig, sucht ...» bekannten Landwirte und schätzt die Fundstücke ein. Die Bauern probieren anschliessend, ihre Trouvaillen an den Mann respektive die Frau zu bringen. Die erste Folge von «Schatz oder Plunder» soll Ende Januar auf 3+ ausgestrahlt werden – bis bald in alter Fri(t)sche.

Marco Fritsche, für «Schatz oder Plunder» werden die Bauern aus «Bauer, ledig, sucht ...» reaktiviert. Was kommt als nächstes – «Dschungelcamp auf dem Hof»?

Gute Idee! (lacht) Ich werde sie dem Sender gleich mal vortragen. Nein, im Ernst: Ich bin ein grosser Fan der deutschen Show «Bares für Rares» und wollte ein ähnliches Konzept schon länger bei uns realisieren. Jetzt schauen wir mal, wie die ersten Sendungen beim Publikum ankommen. Dass gerade Landwirte aus der Sendung «Bauer, ledig, sucht ...» mit von der Partie sind, macht durchaus Sinn: Ich werde oft gefragt, wie es denn diesem oder jenem Bauern heute so geht. Ein spannendes Wiedersehen also mit bekannten Gesichtern.

Auf der Suche nach Kostbar­keiten haben Sie sich auf den Höfen durch Staub und Spinnweben «gekämpft». Haben Sie keine Angst vor Spinnen?

Nein, wir reden ja hier nicht von Vogelspinnen! Alles, was in unseren Breitengraden so rumkrabbelt und herumkriecht, macht mir keine Angst – wenn, dann schon eher Wespen.

Zehn Jahre «Bauer, ledig, sucht ...», die Rolle als Kuppler der Landwirte scheint Ihnen auf den Leib geschnitten zu sein.

Ach, all diese Übernamen: «Kuppler der Nation», «Landwirte-Amor» und so weiter. Ich sehe mich da eher als Club-Med-Animateur der Liebe – mein Job ist es, alle bei Laune zu halten. Und es geht mir dabei auch nicht um irgendwelche Einschaltquoten. Ich mag die Bauern, mit denen ich in der Sendung zu tun habe, und ich glaube schon, dass ich einen besonderen Draht zu ihnen habe. Jedenfalls freut es mich immer riesig, wenn sie ihr privates Glück gefunden haben.

Die bisherige Bilanz der Sendung kann sich sehen lassen: 17 Hochzeiten, 11 Verlobungen, 23 Babys. Aber geht das Personal für die Show nicht langsam aus?

Nein, es gibt genügend Bewerber. Oft werden die Bauern auch von Freunden und Bekannten angemeldet. Es ist für die Landwirte ja auch eine Chance, sich einem grösseren Publikum zu präsentieren – ohne dabei vorgeführt zu werden, darauf achten wir sehr. Die Auswahl der Hofdamen erweist sich da als schwieriger: Es gibt einige Frauen, die sich zwar melden und Interesse zeigen, sich aber zieren, beim Date gefilmt zu werden. In beiden Fällen ist «Überzeugungsarbeit» gefragt.

Werden Sie ab und zu auch um Verführungstipps gebeten?

Ja, das kommt schon vor – ich helfe gerne, wenn ich kann. Schliesslich sind ein paar Landwirte tatsächlich etwas unerfahren oder unbeholfen in Liebesdingen. Meine Moderationskollegin Christa Rigozzi ist da viel direkter: Sie fragt dann einfach: «Hattest Du schon Sex?» (Fritsche imitiert sie gekonnt) Meine Mutter hat mir jedenfalls klargemacht, dass sie solche Sätze von mir im Fernsehen nicht hören will. (lacht)

Mit dem gepflegten Bart und den tätowierten Armen könnten Sie gut als Hipster durchgehen.

Naja, da kommen einige der jüngeren Landwirte in der Sendung viel hipper daher als ich, das «Landei» im adretten Edelweisshemd. Und was den Bart angeht: Manchmal, wenn ich in den Spiegel schaue, denke ich, jetzt bin ich mit meinen 42 Jahren im Onkel-Marco-Stadium angekommen.

Sie leben mit Ihrem Partner, dem Architekten Martin Arnold, in einem alten, umgebauten Holz haus in Ihrer Heimat Appen­zell. Sind Sie ein stolzer Innerrhödler?

Oh ja! Ein richtiger Lokalpatriot. Und es ist ja wahrlich beeindruckend, was so ein kleines Volk von rund 16000 Einwohnern alles hervorgebracht hat!

Ihr Mann ist halb Chilene. Was kommt auf den Tisch – Empanadas oder Södwörscht?

Södwörscht, mit Chäsmaggerone. Das war übrigens auch unser Hochzeitsmenu, als wir uns an Silvester 2013/14 das Ja-Wort gaben.

Vor einem Jahr fielen Sie – einen «Longyi» tragend – bei einem Bootsausflug in Burma auf die Nase. Haben Sie wieder mal einen Männerrock getragen?

Nein. Ich trug den Longyi einfach deshalb, weil es dort die traditionelle Männerbekleidung ist. Jedoch sind sie geübter, wenn es mit Rock ums Überspringen von Hindernissen geht ...

Sie waren damals in Asien mit Dominique Rinderknecht als Botschafter der Stiftung Kinder­dorf Pestalozzi unterwegs. Wer hat die schöneren Beine – der Fritsche oder die Ex-Miss?

Also gegen die Ex-Miss-Schweiz in Sachen Beine einen Stich zu haben, ist schwierig ... Aber wenigstens bin ich nicht so handyabhängig wie Domi!

Dennoch: Sind Sie sehr eitel – benutzen Sie Beautyprodukte?

Erste Frage: Ich glaube, wer so wie ich regelmässig vor der Kamera steht und behauptet, er sei nicht eitel, der lügt. Aber ich muss mich in Sachen Figur auch nicht sonderlich anstrengen – zum Glück habe ich die Gene meiner Mutter. Zweite Frage: nein, ausser normale Feuchtigkeitscrèmes für die trockene Haut nach dem Duschen.

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