Manege frei für die Schlangenfrau und den Grossen Hundini

Zwei Schweizer Gastkünstler sind diese Saison mit dem Circus Knie unterwegs: der Komiker Claudio Zuccholini mit seiner Bulldogge und die «Schlangenfrau» Nina Burri. Das Programm unter dem Motto «émotions» entzückte das Publikum an der Generalprobe vom Donnerstag in Rapperswil.

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Der Grosse Hundini mit seinem "Assistenten" Claudio Zuccholini. (Bild: Benjamin Manser)

Der Grosse Hundini mit seinem "Assistenten" Claudio Zuccholini. (Bild: Benjamin Manser)

Die Bernerin Nina Burri, bekannt aus der TV-Show «Die grössten Schweizer Talente», hat für die Knie-Tournee ein spezielles Programm zusammengestellt. Sie zeigt eine viel bejubelte, romantische Mischung aus Kontorsion und Tanz.

Ein mässig lustiger Claudio Zuccholini tritt mit Partner Hundini auf. Der Name ist eine Anspielung auf den legendären Entfesselungs− und Zauberkünstler «Houdini». Tatsächlich ist der Grosse Hundini aber Zuccholinis kleiner Hund Ivo, eine französische Bulldogge.

Slapstick-Clown, Jongleur und selbsternannter Magier in einem ist Steve Eleky aus Ungarn. Vor allem die Kinder kugelten sich vor Lachen.

Obwohl sie «Flying Girls from Pyongyang» heisst, sind in der nordkoreanischen Trapeztruppe auch Männer als Fänger und Werfer mit dabei. Die Gruppe zeigt halsbrecherische Sprünge in luftiger Höhe. Dass einer im Netz endete, tat der Virtuosität der Darbietung keinen Abbruch.

Am Boden bleibt dagegen das «Duo You & Me». Die ukrainischen Bodenakrobaten Igor Gavva und Iuliia Palii stellen eine zauberhafte Liebesgeschichte dar.

Stupende Handjonglagen auf Einrädern beherrschen die jungen Chinesen der Gruppe «Hebei Wuqiao». Spaziergänge kopfüber unter der Zirkuskuppel unternimmt der brasilianische «Spiderman» Super Silva. Ein Sicherungsnetz würde seine Kunst nicht mindern.

Der Italiener Alessio Fochesato tritt mit seinen fliegenden Akrobaten auf, grossen, bunten Papageien und kleinen Sittichen: Ein liebenswertes Spektakel aus Farbe und Musik.

Familie Knie: Elefanten und Pferde
Traditionsgemäss präsentiert die Familie Knie Elefanten und Pferde. Franco Knie jun. und Linna Knie-Sun wählten eine ungewohnte Nummer. Sie kombinieren Elefanten und Schleuderbrettakrobatik. Dies tun sie zusammen mit den Fratelli Errani, die schon jahrelang mit dem Schweizer Nationalzirkus unterwegs sind.

Die Brüder zeigen ausserdem, dass sie auch auf Pferderücken ihre Sprünge beherrschen. Maycol Errani, Ehemann von Géraldine Katharina Knie, ist zudem in einer gemischten Tiernummer präsent: Er zeigt schwarze holländische Friesen zusammen mit weissen Trampeltieren und Guanakos.

Géraldine Katharina Knie selbst präsentiert wunderschöne Araberhengste. Ihr Sohn Ivan-Frédéric ist ebenfalls in einer Pferdenummer zu sehen, ihre Mutter Mary-José Knie tritt mit drei Palominos in die Manege und ihr Vater Fredy Knie jun. präsentiert eine Dressurnummer.

Das akrobatische und tänzerische Rahmenprogramm bestreiten die jungen Artisten des ukrainischen «Circus-Theater Bingo». Das Zirkusorchester unter der bewährten Leitung von Ruslan Fil sorgt für die richtigen Töne.

Nach der Generalprobe am Donnerstagnachmittag folgte am gleichen Abend die Saisonpremiere in Rapperswil, wo der Circus bis Sonntag bleibt. Dann geht es auf Tournee durch 43 Gastspielorte in der ganzen Schweiz. Nach 350 Vorstellungen findet am 17. November die Dernière statt, wie gewohnt in Lugano. (sda)

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