Literaturpreis für «Der goldene Handschuh»

Literatur Mit seinem Roman über den Hamburger Serienmörder Fritz Honka, der in den 1970er-Jahren mehrere Frauen umbrachte, hat der deutsche Autor Heinz Strunk dieses Jahr die Literaturwelt überrascht. Der 54-Jährige war seit «Fleisch ist mein Gemüse» (2004) eher als charmanter Komödiant bekannt.

Drucken

Literatur Mit seinem Roman über den Hamburger Serienmörder Fritz Honka, der in den 1970er-Jahren mehrere Frauen umbrachte, hat der deutsche Autor Heinz Strunk dieses Jahr die Literaturwelt überrascht. Der 54-Jährige war seit «Fleisch ist mein Gemüse» (2004) eher als charmanter Komödiant bekannt. Nun ist Strunk für sein eindringliches Buch «Der goldene Handschuh» mit dem mit 30 000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Der Roman über die gleichnamige Reeperbahn-Absturzkneipe erzählt die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka, dessen Leben sich um Alkoholexzesse, Sex und Gewalt drehte. Strunk dringe ohne Sozialvoyeurismus in Dimensionen vor, an die sich schon lang kein deutscher Autor mehr gewagt habe, so die Jury. «Er nutzt die gut recherchierte Geschichte für eine intime Begegnung mit den sozial Ausgeschlossenen der deutschen Nachkriegsgesellschaft.» (sda)