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Lieder schreiben ist wie Lego spielen: Thurgauer Musikerin Lina Button veröffentlicht ihr viertes Album

Die Musikerin Lina Button macht Pop mit internationalem Flair und singt in einer Kinderliederband. Erfolg hat die Pfynerin mit beidem.
Roger Berhalter
Brigitt Zuberbühler alias Lina Button spielt morgen in Frauenfeld ihre neuen Songs zum ersten Mal live. Bild: Fredrik Ahlm/PD

Brigitt Zuberbühler alias Lina Button spielt morgen in Frauenfeld ihre neuen Songs zum ersten Mal live. Bild: Fredrik Ahlm/PD

Den jüngsten Kick hatte Lina Button im Proberaum. Zusammen mit ihren Musikerkollegen sang und spielte sie drauflos, jammte und experimentierte. «Es war wie Lego spielen», sagt Lina Button und lacht im Telefoninterview laut aus dem Hörer.

Sie hat Grund zur Freude, denn in jener Jam-Session entstanden drei Songs, was schliesslich zu einem ganzen Album führte. «Who’ll Be Here» heisst es und wird am 11. Oktober erscheinen.

Ausflüge nach England und Berlin

In den vergangenen Jahren war es ruhig um die gebürtige Pfynerin, die heute in Zürich lebt. 2015 hatte sie ihr letztes Album «Misty Minds» veröffentlicht und viele Konzerte gegeben. «Nach all diesem Output musste ich mich als Songwriterin wieder finden», sagt die 36-Jährige.

Sie reiste nach England und Berlin, schrieb Texte und Lieder zusammen mit anderen Songwritern, kehrte dann aber wieder zu ihrem gewohnten Arbeitsprozess zurück. «Ich habe herausgefunden, dass mir das Schreiben alleine mehr entspricht, weil das Resultat authentischer ist.» Fast alle Lieder des neuen Albums stammen denn auch aus ihrer Feder.

Dauergast im Radio und im Fernsehen

Lina Button gehört zu den bekanntesten Popsängerinnen der Schweiz. Nach dem Musik- und Bewegungspädagogik-Studium an der Zürcher Hochschule der Künste setzte sie auf die Musik und startete eine erfolgreiche Karriere. Mit dem ersten Album «Homesick» schaffte sie es 2011 sogleich zum «Best Talent» auf SRF3.

Heute ist sie Dauergast im Schweizer Radio und Fernsehen: Sie sammelt Geld für «Jeder Rappen zählt», tritt bei «SRF bi de Lüüt» auf und singt ihre Lieder live im Radiostudio. SRF3 spielt ihre Lieder regelmässig, und die beiden Vorabsingles «Hidden Land» und «Take Me Away» vom kommenden Album wurden zum «Song vom Tag» gekürt.

Mit der Kinderliederband Silberbüx hat die Künstlerin noch ein zweites musikalisches Standbein. In diesem Quartett ist Lina Button einfach Brigitt, die mit Dialektliedern Kinder und Eltern unterhält. «Silberbüx ist für mich eine gute Schule», sagt sie. Die direkten und interaktiven Auftritte mit der Kinderliederband seien ein schöner Kontrast zur introvertierten Singer-Songwriter-Arbeit im stillen Kämmerlein.

Erfolg hat sie mit beidem. Allein diesen Sommer hat sie mit Silberbüx ein gutes Dutzend Konzerte gegeben. Anfang 2020 folgt eine neue CD mit Hörspiel und Liedern sowie ein neues Liveprogramm.

Livepremiere im Eisenwerk

Zunächst konzentriert sich Brigitt Zuberbühler jetzt aber auf Lina Button. Sie freut sich auf ihren Auftritt morgen in Frauenfeld. «Eine Premiere! Die meisten der neuen Songs spielen wir im Eisenwerk zum ersten Mal live.»

Ihre aktuelle Band ist ihre alte Band: Simon Kaufmann am Bass, Lukas Gasser am Schlagzeug und Hannes Bürgi am Keyboard. Im Eisenwerk spielt zudem Aaron Wegmann als Gastgitarrist mit. Denn auch wenn sie ihre Lieder am liebsten alleine schreibe, sei ihr das Zusammenspiel mit anderen wichtig: «Ich brauche nicht nur gute Musiker um mich, sondern auch gute Menschen.»

«Who'll Be Here» erscheint am 11. Oktober

Es ist das vierte Album von Lina Button und das erste seit vier Jahren: «Who’ll Be Here» erscheint am 11. Oktober. Elf Songs lang zeigt die Musikerin wiederum ihre Stärken: Mit vielseitiger, frischer Stimme singt sie Lieder, die schnell ins Ohr gehen. Das ist Pop mit internationalem Flair, der auch bestens ins Tagesprogramm der kommerziellen Radiosender passt. Die Kehrseite: Manches wirkt austauschbar und wie schon einmal gehört.

Produzent Luca Burkhalter hat Lina Button einen knackigen, zeitgenössischen Klang verpasst. Die Arrangements sind ausgefeilter, die elektronischen Elemente zahlreicher geworden, und dennoch steht im Zentrum immer der Song. Zum Beispiel das eingängig federnde «Hidden Land»: Dieses Lied funktioniert sowohl in der üppig arrangierten Albumversion als auch akustisch und nackt, nur mit Stimme und Piano.

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