Lieber in Dörfern als in der Carnegie Hall

Kurz & knapp

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Sich den Kräften und Regeln des Musikmarktes zu entziehen, ist nicht einfach. Der in Basel lebende polnische Pianist Krystian ­Zimerman tut es weitgehend. So tritt er gerne inkognito in Dörfern auf und macht den Zuschauern vor, er veranstalte mit ihnen einen Testlauf mit einem Stück, das er noch nicht spielen könne. «Das ist viel schöner als ein Konzert in der Carnegie Hall, nach dem man sich beim Sponsor bedanken muss», erzählte er der Tageszeitung «Die Welt». Der 60-jährige Zimerman hat erst kürzlich – nach 25 Jahren Pause – wieder ein Soloalbum mit zwei späten Klaviersonaten von Schubert einspielt. Denn Musik auf einem Audioträger aufzunehmen, halte er für einen Fehler: «Musik ist Zeit, die wir mit Emotionen füllen, das kann man nicht festhalten.» (as)