Letzte «Episode Culturel» in St.Gallen

Künstler verschiedener Sparten an ungewöhnlichen Orten zusammenbringen, die freie Szene enger zu vernetzen: Das war die Idee der «épisodes culturels». Mit der Doppelausgabe #14/15 am Samstag um 20 Uhr im Kulturkonsulat St.Gallen geht die 2015 von Ann Katrin Cooper und Tobias Spori initiierte Reihe zu Ende. Sie hat viel in Bewegung gebracht.

Bettina Kugler
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Tänzer Tobias Spori.

Tänzer Tobias Spori.

Bild: PD

Das Format der «épisodes culturels» ist reizvoll. Ist es denn bereits ausgeschöpft?

Tobias Spori: Sicher nicht. Doch die Organisation ist aufwendig. Jede Ausgabe war ganz auf den jeweiligen Raum zugeschnitten, sei es den Lattich, die Bibliothek Hauptpost, das Volksbad... Wir möchten jetzt wieder mehr Zeit für andere Projekte haben.

Welche Bilanz ziehen Sie?

Wir haben 128 Kunstschaffende in spannenden Verbindungen präsentiert, ein gut durchmischtes Publikum angezogen, tolle Orte bespielt und nicht zuletzt erreicht, dass die Stadt erkannt hat: Die freie Szene braucht ein Haus, ein Dach über dem Kopf.

Was würde dann anders?

Es gäbe einen gemeinsamen Ankerplatz für den Austausch, eine Bühne, auch für Künstler von auswärts. Das ist inspirierend. Ich bin sicher, dass es noch viel mehr spannende Leute gibt, die man da treffen könnte. 

14.3., 20 Uhr, Kulturkonsulat an der Frongartenstrasse, St.Gallen. Die Performance wird live auf der Facebook-Seite des Panorama Dance Theaters übertragen. 

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