«Laut, banal, bunt und ohne Tiefgang»

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Zur Ausstellungseröffnung erscheint ein umfangreiches, reich illustriertes Standardwerk, das sich erstmals vertieft mit dem Thema Pop Art in der Schweiz auseinandersetzt. Franz Müller zeigt in seinem Essay auf, dass Pop Art in der Schweizer Kunstgeschichtsschreibung bisher kaum zur Sprache kommt und in den meisten Institutionen marginalisiert wurde. Yasmin Afschar beleuchtet in ihrem Artikel, wie die Kunstkritiker der neuen Bewegung vorwarfen, laut, banal, bunt und vor allem ohne Tiefgang zu sein. Renate Menzi weist darauf hin, dass es im Möbeldesign galt, sich gegen die vorherrschende Gute Form abzugrenzen und in der Grafik eine Loslösung von der Klarheit und Strenge des Swiss Style nötig war. (gen)

Swiss Pop Art. Formen und Tendenzen 1962–1972, Scheidegger & Spiess 2017, Fr. 69.–.