Kultur
Schweizer Regisseur Stefan Bachmann wird Chef des Wiener Burgtheaters

Die neue Leitung des Wiener Burgtheaters ab der Saison 2024/25 wurde der Öffentlichkeit am Mittwoch präsentiert. Österreichs Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gab bekannt, wer Martin Kušej an der Spitze der traditionsreichen Bühne nachfolgt.

Online-Redaktion
Drucken
Der Schweizer Stefan Bachmann zieht nach Wien.

Der Schweizer Stefan Bachmann zieht nach Wien.

Keystone

Der Intendant des Schauspiels Köln, Stefan Bachmann, wechselt 2024 an die Spitze des Wiener Burgtheaters. Das gab die österreichische Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer am Mittwoch bekannt. Der 56 Jahre alte Schweizer Regisseur und Theatermanager löst in Wien den Österreicher Martin Kušej (61) ab.

Mayer zollte Kušej Respekt dafür, die traditionsreiche Bühne durch die schwierige Coronaphase geführt zu haben. «Dass heute trotzdem eine andere Person neben mir sitzt, liegt einfach daran, dass mich Bachmann im Bewerbungsverfahren herausragend überzeugt hat», sagte sie bei einer Pressekonferenz. Bachmann sei der Richtige, um das Publikum in einer Zeit voller Unsicherheiten wieder in das Theater zu holen, sagte sie.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, der designierte Burgtheater-Direktor Stefan Bachmann und Christian Kircher (Geschäftsführer Bundestheater-Holding).

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, der designierte Burgtheater-Direktor Stefan Bachmann und Christian Kircher (Geschäftsführer Bundestheater-Holding).

Keystone

Der 56-jährige Bachmann ist als Regisseur mit dem Burgtheater vertraut. Er präsentierte dort in der Vergangenheit preisgekrönte Inszenierungen, unter anderem Elfriede Jelineks «Winterreise» (2012). Mit Produktionen an verschiedenen Bühnen wurde er mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen, zuletzt 2021 mit Max Frischs «Graf Öderland», das er für das Theater Basel und das Münchner Residenztheater erarbeitet hatte.

Kušej war 2019 von der Spitze des Bayerischen Staatsschauspiels in München nach Wien gewechselt. Seine Pläne eines offenen, internationalen Theaters konnte er wegen der Coronaschliessungen nur teilweise umsetzen und hatte mit Besucherschwund zu kämpfen. (dpa)