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Künzlis Playlist:
Jimi & die Vergessenen von Woodstock

Eine Reihe von Musikern und Bands profitierten nicht von der Woodstock-Legende, weil sie aus verschiedensten Gründen nicht im Album berücksichtigt wurden. Unser Kulturredaktor würdigt sie in seiner Kolumne.
Stefan Künzli

50 Jahre nach Woodstock bleibt vom legendären Festival vor allem die Musik. Eine fantastische, experimentierfreudige Musik, die sich noch weitgehend frei von kommerziellen Zwängen entwickeln konnte und sich auch als gesellschaftspolitische Botschafterin verstand. Hendrix’ Interpretation der US-Landeshymne ist diesbezüglich ein Paradebeispiel. Ein Meilenstein der Pop- und Rockhistorie.

Woodstock hat aber auch bis dahin völlig unbekannten Musikern zum Durchbruch verholfen. Allen voran Joe Cocker (Gage 1375 Dollar) und Santana (750 Dollar), die im Woodstock-Film wie im Dreifachalbum eine prominente Plattform erhielten. Etabliert war dagegen Sly Stone, der Architekt des Funk-Rock. Das Konzert mit seiner Family in der Nacht auf Sonntag gilt als eines der besten des Festivals und wird in Film und LP zu Recht mit einem ganzen Medley gefeiert. Woodstock wurde zum Höhepunkt seiner Karriere.

Doch eine Reihe von Musikern und Bands konnte nicht profitieren, weil sie aus unterschiedlichsten Gründen im Album nicht berücksichtigt wurden. Zum Beispiel die Hippie-Band Grateful Dead, die mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, Janis Joplin, weil sie zu «high» war (Aufnahmen wurden später veröffentlicht), oder Creedence Clearwater Revival (CCR), weil John Fogerty den Auftritt als zu schlecht einstufte. Ein Fehler, wie das erst jetzt erschienene Album „Live At Woodstock“ eindrücklich beweist.

Andere wie die Rock Band Mountain wollten nicht gefilmt werden, weil sie zu wenig Geld kriegten. Auch sie dürften ihren Entscheid bereut haben, denn die Band, die sich als Nachfolgeband von Cream verstand, ist heute ebenso vergessen wie die britische Jazz-Rock-Band von Keef Hartley. Schade. Da haben zwei feine Bands eine grosse Chance verpasst!

Zu den vergessenen Acts von Woodstock gehören schliesslich auch Johnny Winter sowie Blood, Sweat & Tears. Beide blieben wohl aus Geldgründen unberücksichtigt. Das ist umso bedauerlicher, als sowohl das explosive Konzert von Johnny Winter mit Bruder Edgar sowie jenes der Jazz-Rock-Formation Blood, Sweat & Tears zum Besten gehört, was Woodstock zu bieten hatte. Glücklicherweise sind beide Auftritte nachträglich veröffentlicht worden.

Meine Woodstock-Playlist:

> Jimi Hendrix: Star Spangled Banner

> Jimi Hendrix: Voodoo Child

> Jimi Hendrix: Improvisation

> Santana: Soul Sacrifice

> Joe Cocker: With A Little Help From My Friends

> Sly & the Family Stone: Medley

> Creedence Clearwater Revival (CCR): Born On The Bayou

> Janis Joplin: Ball And Chain

> Mountain: Beside The Sea

> Keef Hartley Band: You Can’t Take It With You

> Johnny Winter: Mean Town Blues

> Johnny Winter: Tobacco Road

> Blood, Sweat & Tears: More And More

> Blood, Sweat & Tears: Spinning Wheels

> Blood, Sweat & Tears: God Bless The Child

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