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Künstler wecken das gute Leben

Kunst hat mit uns, mit den Menschen zu tun. Das internationale Projekt «meer teilen : share more» widmet sich dem Zusammenleben und soll nach einer Konferenz und einer Ausstellung weitergehen.
Dieter Langhart
Halten Balance: Petra Mrsa, Karl Steffen, Tea Hatadi, Katja Baumann. (Bild: Dieter Langhart)

Halten Balance: Petra Mrsa, Karl Steffen, Tea Hatadi, Katja Baumann. (Bild: Dieter Langhart)

FRAUENFELD. 17 Künstler aus dem Thurgau, aus Zagreb, Bogotá und Lima haben eine Utopie. Sie wollen das Prinzip des «buen vivir», des guten Lebens wiedererwecken, das auf eine uralte Kultur in den Anden zurückgeht. Es besagt, dass wir einen Beitrag an die Gesellschaft leisten und andere unterstützen. Die Künstler haben sich zu einem Projekt zusammengetan, das sie «meer teilen : share more» nennen. Dieses Wochenende wird einiges davon sichtbar (in einer Art Ausstellung im Shed), anderes hörbar und diskutierbar (an einer Konferenz im Kunstmuseum Thurgau).

Kunst: Prozess statt Starrheit

Dass die beteiligten Kunstschaffenden Kunst als Prozess sehen, wird bei einem Besuch in der Shedhalle sichtbar und spürbar. An einem Tisch wird gemeinsam gegessen, an einem andern werden Videos am Notebook bearbeitet, stehend wird diskutiert: deutsch, englisch, spanisch, kroatisch. Dazwischen eine grüne Wippe für eine Projektion an die Hallendecke.

Was hier entsteht, ist eine «lively construction», eine lebendige Konstruktion, in der sich der Stand des Projekts materialisieren wird. Der Shed ist mehr Labor denn Ausstellungsort, und Katja Baumhoff, Kuratorin des Shed, nennt «meer teilen» einen «Spiegel unserer Grundidee».

Kommunikation via Skype

Die Planung für das Projekt hat vor zwei Jahren begonnen. Mit der Geldsuche (die Kulturstiftung Thurgau etwa hat einen namhaften Beitrag geleistet), mit der Konkretisierung durch Kurator Harm Lux, mit dem Austausch der Künstler je in ihrem Land über die gesellschaftlichen Knackpunkte und das Ungleichgewicht zwischen materiellen und ideellen Werten. Dann bildete Harm Lux vier Gruppen mit je einem Vertreter aus den vier Ländern. Die Gruppen unterhielten sich regelmässig über Skype – inklusive Zeitverschiebung und Sprachbarriere –, trieben ihre Ideen voran. Im Juli haben sich alle erstmals getroffen. Für eine Woche in Zagreb. Auch Karl Steffen und Heidi Schöni (Steffenschöni) waren dabei, filmten in Zagreb, wie sie in Frauenfeld gefilmt hatten, etwa am Bahnhof, wo «alles gut ist, was wir erreicht haben», wie die Stadt beschied.

Das Projekt geht weiter

Nicht dass «meer teilen : share more» mit Konferenz und Vernissage vorüber wäre. Während der Ausstellung wird weitergearbeitet, werden Workshops veranstaltet, das Cinema Luna steuert im September ein Videofestival bei. Und die 17 Künstler unterzeichnen einen Vertrag. Denn das Projekt soll nicht Sozialutopie bleiben, sondern eine Zukunft haben und in Lateinamerika weiterleben. Da, wo das «buen vivir» herkommt. Wo das Geld herkommt, ist noch offen. Harm Lux ist guter Dinge.

Konferenz: Fr/Sa, 12./13.8., Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen Vernissage: Sa, 13.8., 19 Uhr, Eisenwerk; bis 7.10. meerteilen-sharemore.wixsite.com

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