Künstler setzt Tür zum Geheimdienst in Brand

Der Aktionskünstler Pjotr Pawlenski hat die Tür des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Brand gesetzt, um gegen den staatlichen «Terror» zu protestieren. Das Gebäude ist als Lubjanka bekannt – seit Sowjetzeiten ein Synonym für staatliche Unterdrückung.

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Der Aktionskünstler Pjotr Pawlenski hat die Tür des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Brand gesetzt, um gegen den staatlichen «Terror» zu protestieren. Das Gebäude ist als Lubjanka bekannt – seit Sowjetzeiten ein Synonym für staatliche Unterdrückung.

Der Inlandsgeheimdienst setze «unbegrenzten Terror» ein, um 146 Millionen Menschen «unter seiner Gewalt zu halten», heisst es im Video zur Performance, das veröffentlicht wurde. Nach Informationen der Website «Mediasona» wurde Pawlenski zum Verhör in ein Polizeikommissariat gebracht. Zwei Journalisten, die die Aktion verfolgten, wurden vorübergehend festgenommen. Pawlenski ist für spektakuläre Aktionen bekannt. Vor zwei Jahren nagelte er seine Hoden auf das Pflaster des Roten Platzes in Moskau, um gegen die Entwicklung Russlands zu einem Polizeistaat zu protestieren. Die Justizbehörden kamen zum Schluss, er habe damit kein Vergehen begangen. Noch immer hängig ist ein Verfahren gegen Pawlenski, nachdem er 2014 in St. Petersburg Reifen verbrannte und die ukrainische Flagge schwenkte, um Demonstrationen gegen die ukrainische Regierung zu unterstützen. (afp)