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Chor der Pädagogischen Hochschule Luzern: Kuba-Feeling und Kontraste dazu

Selten werden Motti so handfest umgesetzt wie am Wochenende im Konzert des Chors der Pädagogischen Hochschule Luzern. Dieser bot unter der Leitung von Daniel Thut «Kontraste» nicht nur im Programm, das im Maihof Luzern eine Art Salsa-Volksfest (PH Chor) nordischen Chorwerken eines Gastchors gegenüberstellte.
Urs Mattenberger
Der Chor der Pädagogischen Hochschule Luzern bei einem früheren Auftritt. (Bild Pius Amrein, 26. April 2016)

Der Chor der Pädagogischen Hochschule Luzern bei einem früheren Auftritt. (Bild Pius Amrein, 26. April 2016)

Der grösste Kontrast lag darin, dass der «4×4 Frauenchor» der PH Heidelberg in letzteren Werken seine Qualitäten viel ausgeprägter präsentieren konnte – und dies auf atemberaubendem Niveau tat.

Der PH Chor Luzern spielte in Songs des «Buena Vista Social Club» intensiv seine Masse – ­150 Sängerinnen und Sänger – aus. Wo ihm die Arrangements von Luzia von Wyl die bekannten Melodien anvertrauten, tat er es mit Leidenschaft und Spass, wie man ihn bei Grosschören selten erlebt. Aber der kompakte Chorklang stand im Kontrast zur versierten Salsa-Combo und steuerte auch mal nur gigantische Backing vocals zum exzellenten kubanischen Sänger Michel Valdes bei.

Magie und Theater wie mit einer Stimme

Da hatte Heike Kiefners 20-köpfiger Frauenchor aus Heidelberg viel schwierigere Aufgaben zu ­bewältigen – aber auch viel dankbarere, wenn sie so realisiert werden, wie das im Konzert vom Sonntag der Fall war. Dass jedes Register in höchster Präzision wie mit einer Stimme erklang, ergab einen kristallklaren, hypnotisch fokussierten Sound, der magische Momente wie vertrackte knackige Rhythmen ereignishaft und auch witzig verband.

Die rhythmisch Belebung auch durch theatrale Elemente näherte ethnisch gefärbte Werke von Arvo Pärt bis Ragnar Rasmussen von Ferne sogar dem Kuba-Feeling der Luzerner an. Dass diese im gemeinsamen, rund um die Zuschauer aufgefächerten Schlussstück (Stopfords «For the Beauty of the earth») stärker Qualitäten in einzelnen Registern vorführen konnten, brachte die Kontraste zum Schluss versöhnlich zusammen.

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