Konstant viel Geld für Kultur

Schweizer Privathaushalte gaben durchschnittlich 238 Franken im Monat für Kultur aus. Den grössten Teil für Medien, nur wenig für Theater und Konzerte.

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Neue Statistiken belegen: Sowohl die Kultursubventionen der öffentlichen Hand wie die Kulturausgaben der privaten Haushalte sind relativ konstant – und nicht sehr hoch.

Die öffentliche Hand steckte 2013 1,7 Prozent ihres Budgets für das Gemeinwesen in die Kultur, Privathaushalte wendeten 4,3 Prozent ihrer Konsumausgaben für Kultur auf.

2,7 Milliarden Subventionen

2013 unterstützten Bund, Kantone und Gemeinden die Kultur mit 337 Franken pro Einwohner, insgesamt mit 2,7 Milliarden, etwa gleich viel wie 2012. Auf Staats- und Gemeindeebene wurde ein wenig mehr, auf Kantonsebene etwas weniger ausgegeben.

Private sparen bei der Kultur

Privathaushalte gaben durchschnittlich 238 Franken im Monat für Kultur aus, den weitaus grössten Teil – fast drei Viertel – für Medien, wie die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen. Klammert man den Medienbereich aus, wurde vom Rest am meisten für Theater und Konzerte ausgegeben, allerdings nur durchschnittlich 18 Franken im Monat, was weder für ein Theater- noch ein Konzertbillett reicht.

Die Privathaushalte haben 2013 gegenüber dem Vorjahr gespart bei der Kultur: Die Ausgaben sanken um 28 Franken monatlich, also fast zehn Prozent. Besonders bei den Geräten und Gütern wurde weniger Geld in die Hand genommen – sei es, weil weniger angeschafft wurde oder weil die Preise sanken.

Zurückgegangen ist offenbar auch die kreative Betätigung: Musikinstrumente, Foto- und Filmapparate sowie Schreib- und Malutensilien haben sich die Schweizerinnen und Schweizer deutlich weniger kosten lassen. (sda)