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Kommentar

Die Liebe ist erloschen: Weshalb es gut ist, dass es mit dem «Bestatter» zu Ende geht

«Der Bestatter» ist die erfolgreichste SRF-Serie seit langem. Trotzdem ist es Zeit für Neues. Die Masche mit dem schnüffelnden Ex-Polizisten hat sich tot gelaufen.
Katja Fischer De Santi
Katja Fischer De Santi (Bild: Ralph Ribi)

Katja Fischer De Santi (Bild: Ralph Ribi)

Mit der Serie «Der Bestatter» war es wie in einer langjährigen Beziehung. Am Anfang war man euphorisch. Das SRF hat mit der Krimi-Groteske um einen Bestatter, der das kriminalistische Schnüffeln nicht lassen kann, etwas gewagt und gewonnen. Die Quoten stimmten von Anfang an, die Serie wurde ein Hit, konnte gar ins Ausland verkauft werden. Das Erfolgs­rezept: ein grundsolider Cast, übersichtliche, in einer Folge gelöste Fälle, eine Prise schwarzer Humor, erotische Spannungen im Niedervoltbereich und ein tolles Drehbuch. Aus der ersten Verliebtheit wurde eine Dienstagabendbeziehung. Eine die dramaturgische Tiefen verzieh, die über plumpe Klischees und Fehler im Drehbuch grosszügig hinwegsah.


Doch dann kam die sechste Staffel. Die Spannung war plötzlich weg, die Story zog sich wie ein alter Kaugummi in die Länge. Mike Müllers bärbeissige Art verlor mit jeder Folge mehr an Charme. Trotzdem blieb man dabei, und verschlief immer öfters das Ende. Die Liebe hatte sich verflüchtigt. SRF und auch Mike Müller haben das schon letzten Winter erkannt. Es ist Zeit, Geld und Ressourcen in neue Serien zu investiert. Denn Krimis von heute dürfen gerne etwas «Wilder» sein.

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