Kleine Dirigenten-typologie

Musikdarsteller sind sie alle – doch in unterschiedlicher Ausprägung. Hier der Versuch, eine kleine Maestrogalerie (noch immer nahezu eine Männerdomäne...) zu skizzieren.

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Vladimir Jurowski (Bild: ky)

Vladimir Jurowski (Bild: ky)

Musikdarsteller sind sie alle – doch in unterschiedlicher Ausprägung. Hier der Versuch, eine kleine Maestrogalerie (noch immer nahezu eine Männerdomäne...) zu skizzieren. Als Beispiele dienen einige 2011 am Lucerne Festival auftretende Dirigenten – wobei sich das äussere Bild aller Entwicklung zum Trotz gegenüber früher aber nicht allzu sehr geändert hat.

Der Ästhet: Ihn zeichnen schöne, wohlgerundete Bewegungen aus, ein Genuss auch und gerade von hinten. Er ist der massgeschneiderte Musikdarsteller – Christian Thielemann, Zubin Mehta, Riccardo Muti oder Charles Dutoit.

Der Energische: Er zeichnet unmissverständlich, doch wohlgeformt vorab rhythmische Abläufe vor – Simon Rattle, Franz Welser-Möst oder Riccardo Chailly.

Der Explosive: Alles ist in ständiger Bewegung, die Arme fuchteln, die Beine spreizen sich, heftige Sprünge eingeschlossen – dieses Bild findet sich vor allem bei sogenannten «Shooting Stars» wie Andris Nelsons oder Vladimir Jurowski oder Yannick Nézet-Séguin. (mg)

Simon Rattle (Bild: ky)

Simon Rattle (Bild: ky)

Riccardo Muti (Bild: ky)

Riccardo Muti (Bild: ky)