«Klein aber Fein» geht in die zweite Runde

Nur eben ein halbes Jahr dauerte es, bis Richard Butz sein neues kleines Musikprojekt in der Stadt etabliert hatte. Schon gehört die im Musiksaal der Diözesanen Kirchenmusikschule untergebrachte Konzertreihe zu den Perlen des St. Galler Konzertlebens.

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Die Brüder Amine und Hamza Mraihi aus Tunesien. (Bild: pd)

Die Brüder Amine und Hamza Mraihi aus Tunesien. (Bild: pd)

Nur eben ein halbes Jahr dauerte es, bis Richard Butz sein neues kleines Musikprojekt in der Stadt etabliert hatte. Schon gehört die im Musiksaal der Diözesanen Kirchenmusikschule untergebrachte Konzertreihe zu den Perlen des St. Galler Konzertlebens. Am kommenden Sonntag startet Butz sein Herbstprogramm, das vier Konzerte umfassen wird.

Am Anfang steht mit dem tunesischen Amine & Hamza Quartett gleich ein weltmusikalischer Leckerbissen auf dem Programm. Die aus Tunesien stammenden Brüder Amine und Hamza Mraihi werden als Genies auf ihren orientalischen Instrumenten – der Kurzhalslaute Oud und der Zither Kanun, gefeiert. Sie erhielten ihre Ausbildung bei Lehrern in Tunesien und Marokko sowie in der Türkei. Im Alter von 16 und 17 Jahren nahmen sie ihr erstes Album auf, seither folgten mehrere Aufnahmen, zuletzt und viel beachtet «perpetual motion». Basierend auf dem Maqams Nordafrikas erforschen die Musiker neue Einflüsse, Rhythmen und das Potenzial der Begegnung mit Musikern und Musikerinnen aus anderen Traditionen. Ihre Musik ist voller Spielfreude, Entdeckungslust und Sinnlichkeit.

Der Schriftsteller Abdul Lotfi ben Brahim schreibt über ihre Musik: «Die Saiten des Oud und des Kanun verschmelzen miteinander, um uns einzuladen zu einer transzendenten Reise, bei der sich die höchst lebendige Erinnerung an das orientalische Erbe mit dem feurigen Elan der Gegenwart vereinigt.» Zum Quartett gehören eine Sängerin und ein Geiger. (pd/bsg)

So, 15.9., Musiksaal Centrum DKMS, (Auf dem Damm 17), 17 Uhr