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KHATIA BUNIATISHVILI: Schumanns Klavierkonzert im Gepäck

Von heute an bereist die georgische Pianistin die Schweiz. Sie hat gerade eine eindrucksvolle Rachmaninow-Interpretation vorgelegt.

Sie ist ein freundlicher Mensch, eine ganz unprätentiöse Künstlerin und eine grosse Romantikerin am Klavier. Innert weniger Jahre hat die gebürtige Georgierin Khatia Buniatishvili den Pianisten-Olymp erklommen und ihre Stellung nicht nur fleissig mit Konzerten gefestigt, sondern auch mit Aufnahmen. 2011 hat die damals 24-Jährige mit einer Liszt-CD begonnen, im Jahr darauf ist auf einer Chopin-CD dann ein erstes Mal der Dirigent Paavo Järvi ihr Partner gewesen. Es folgten die Solo-CDs «Motherland» mit Trouvaillen der Klavierliteratur und «Kaleidoscope» mit Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung», Ravels «La Valse» und Strawinskys «Petruschka»-Suite.

Und jetzt ist Dirigent Paavo Järvi wieder mit von der Partie: Zusammen mit der Tschechischen Philharmonie begleitet er Khatia Buniatishvili auf ihrer neuesten CD bei Sergej Rachmaninows Klavierkonzerten Nr. 2c-Moll und Nr. 3 d-Moll.

Auf Konzerttournee durch die Schweiz

Khatia Buniatishvili ist aber auch physisch präsent. Von heute an ist sie auf Konzerttournee durch die Schweiz und tritt in dichter Folge in Luzern (heute), Vaduz (9.1.), Olten (10.1.), Basel (11.1.) und Zürich (12.1.) auf – immer mit Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op.54 im Gepäck. Im Luzerner KKL wird sie vom Orchestra Sinfonica di Milano unter Claus Peter Flor begleitet (das dann im zweiten Teil Tschaikowskys Sinfonie Nr.5 spielt), ab dann vom Kammerorchester Basel unter Mario Venzago (mit Schumanns Ouvertüre zu «Genoveva» und dessen dritter Sinfonie, der «Rheinischen», als weiteren Programmteilen).

Sergej Rachmaninows zweites und drittes Klavierkonzert gehören zum Repertoire aller grossen Pianisten, vor allem das dritte stellt enorme Anforderungen an den Solisten. Oder die Solistin. Zu den Frauen, die diese Herausforderung glänzend gemeistert haben, gehörte einst Martha Argerich, und jetzt zählt auch Khatia Buniatishvili zu ihnen, deren Rachmaninow- Album gerade in einer Online-Abstimmung von beinahe einem Drittel der «Spiegel»-Leser zum besten des Jahrs 2017 erklärt worden ist.

Die Musikkritik hat sich diesem Urteil weitgehend angeschlossen. Technisch scheint Khatia Buniatishvili keine Grenzen zu kennen. Ohne hörbare Mühe meistert sie die schwierigsten Akkord-Kaskaden. Wesentlicher allerdings ist anderes: Ihr in sich gekehrtes, kristallin-klares Spiel und das ausgewogene Nebeneinander von heftigsten Temperamentsausbrüchen und poetischer Tiefe.

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