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Das Kunstmuseum Luzern hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Raubkunst-Exponate in seiner Sammlung

Das Kunstmuseum Luzern war eines von fünf Schweizer Museen, die 2016 vom Bund Gelder für die Provenienzforschung erhielten. Ein der LZ vorliegender Schlussbericht an den Bund entlastet die Sammlung erheblich.
Das Kunstmuseum darf aufatmen: Es befinden sich keine heiklen Bilder in seiner Sammlung. (Bild: Marc Latzel/PD)

Das Kunstmuseum darf aufatmen: Es befinden sich keine heiklen Bilder in seiner Sammlung. (Bild: Marc Latzel/PD)

Luzern  2014 trat das Kunstmuseum Bern das schwierige Gurlitt-Erbe an. 2016 sprach der Bund im Nachhall dieses Entscheids an zehn Schweizer Museen rund eine Million Franken für Provenienzrecherchen. Das Kunstmuseum Luzern befand sich unter den Geldempfängern.

In seinem Abschlussbericht an den Bund kommt das Kunstmuseum nun zum Schluss, dass sich bei den 77 näher untersuchten Werken keine Hinweise darauf ergeben haben, dass diese zwischen den heiklen Jahren 1933 bis 1945 den Besitzer auf problematische Weise gewechselt haben könnten oder es sich bei diesen Werken um Raubkunst handelt. Wenngleich ultimative Beweise aufgrund der dünnen Dokumentlage nicht immer erbracht werden konnten.

Näher untersucht wurden drei Privatsammlungen, die in den 1950er-Jahren in die Sammlung eingingen, sowie Ankäufe der Best Art Collection. Diese hatte als Bernhard-Eglin-Stiftung in den 1930er-Jahren viele Ankäufe für den gerade neu eröffneten Meili-Bau getätigt.

Sammlungskurator: Positives Ergebnis sei nicht vorhersehbar gewesen

Für Sammlungskurator Heinz Stahlhut war das positive Ergebnis nicht vorhersehbar. «Auch wenn unser Sammlungsschwerpunkt auf Schweizer Kunst liegt, gab es doch Schweizer Künstler, die in Deutschland gearbeitet haben und dort sehr geschätzt wurden.» Dass manches Werk doch den Umweg über deutsche Händler und Sammlungen in die Schweiz genommen hat, habe man nicht ausschliessen können.

Recherchen führten zu ermordetem jüdischem Sammler

Ein Werk, das viele Frage aufgab, war jenes des Zentralschweizer Barockmalers Franz Ludwig Raufft. Es hatte einem jüdischen Sammler gehört, der von den Nazis enteignet und im KZ ermordet worden war. Die Bernhard-Eglin-Stiftung hatte das Werk vom Germanischen Nationalmuseum im Tauschhandel erworben. Die Recherche brachte schliesslich Entwarnung. Das Werk gelangte bereits vor den 1930er-Jahren nach Luzern. (jst)

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