Karl May ist nicht mehr gefragt

Karl Mays «Schatz im Silbersee» ist 2004, 2006, 2007 und 2009 je einmal ausgeliehen worden – «das ist ausserordentlich wenig», sagt Hannelore Schäfer von der Bibliothek Speicher-Trogen. Selbst «Winnetou» Band 1 schaffte es gerade mal auf sieben Ausleihen in zehn Jahren.

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Karl Mays «Schatz im Silbersee» ist 2004, 2006, 2007 und 2009 je einmal ausgeliehen worden – «das ist ausserordentlich wenig», sagt Hannelore Schäfer von der Bibliothek Speicher-Trogen. Selbst «Winnetou» Band 1 schaffte es gerade mal auf sieben Ausleihen in zehn Jahren. Fast das gleiche Bild in der Bibliothek der Kantonsschule am Burggraben St. Gallen: Seit 2006 brachten es Karl-May-Romane auf maximal fünf Ausleihen. Zum Vergleich: Die Twilight-Bände waren etwa 30mal gefragt, ähnlich gut «ziehen» die «Eragon»- oder «Percy Jackson»-Bücher, sagt Bea Akeret von der Kantibibliothek. «Die Mädchen wollen Vampire, die Buben Drachengeschichten.» Die Buchhandlung Rösslitor in St. Gallen hat seit rund zwei Jahren keine Karl-May- Romane mehr im Sortiment. Bücher, die über ein Jahr nicht verkauft werden, werden abgesetzt. Einzig einige Filme sind in der Buchhandlung noch erhältlich. (su/ren)

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