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Jungkult-Festival St.Gallen: Die Jugend geht auf die Strasse

Am Jungkult-Festival werden am Samstag in der St.Galler Innenstadt wieder Graffiti gemalt, Tänze aufgeführt und Lieder gespielt. Um das Fünfjährige gebührend zu feiern, dauert das Open Air der Jugendkultur diesmal zwei Tage.
Roger Berhalter
Graffiti-Künstler zeigen am Samstag in der St.Galler Marktgasse ihr Können. (Bild: PD)

Graffiti-Künstler zeigen am Samstag in der St.Galler Marktgasse ihr Können. (Bild: PD)

Mittlerweile kann das Jungkult-Festival auf Stammgäste zählen. Nach fünf Jahren hat der Anlass einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht und sich im St.Galler Veranstaltungskalender etabliert. «Viele Leute kommen heute gezielt an unser Festival und schauen nicht mehr nur zufällig vorbei», sagt Vera Heinzelmann vom Jungkult-OK.

Vera Heinzelmann vom Jungkult-OK (Bild: rbe)

Vera Heinzelmann vom Jungkult-OK (Bild: rbe)

Das Festival der Jugendkultur feiert dieses Jahr sein fünfjähriges Bestehen, deshalb hat sich der organisierende Verein ein paar Specials überlegt. Das «Jungkult» dauert diesmal zwei Tage, und beginnt schon am Freitagabend mit Konzerten beim Vadiandenkmal. Ausgebaut wurde auch der Tanz-Wettstreit auf dem Bärenplatz. Dort messen sich jeweils die Breakdancer der Region mit akrobatischen Einlagen und ziehen viel Publikum an. Neu sind dort auch Kinder willkommen; sie können in einem eigenen «Kids Battle» gegeneinander antreten.

Der Breakdance-Battle auf dem Bärenplatz zieht jeweils viel Publikum an. (Bild: PD)

Der Breakdance-Battle auf dem Bärenplatz zieht jeweils viel Publikum an. (Bild: PD)

Ein Auto besprayen und Hula-Hoop tanzen

Am «Jungkult» wird aber nicht nur gesungen und getanzt, sondern auch gemalt. In der Marktgasse können alle Interessierten Graffiti- und anderen Künstlern über die Schulter schauen. Die Sprayer werden eine grosse Stellwand gemeinsam gestalten, und sogar ein altes Auto steht zum Besprühen bereit. Der Comic-Künstler Morten Widrig hat extra für das «Jungkult» einen Comic gezeichnet, der am Festival in limitierter Auflage erhältlich ist. Und schliesslich gehören dieses Jahr auch Hula-Hoop-Workshops zum Programm.

Die Grundidee des Jungkult-Festivals hat sich in den fünf Jahren aber nicht verändert. Es soll jungen Künstlern eine Plattform bieten, jungen Bands eine Bühne, und es soll allgemein zeigen, «was Jugendliche alles drauf haben», wie Heinzelmann sagt.

Ursprünglich war das Festival ein Projekt des Jugendsekretariats. «Auf der politischen Ebene brauchte es anfangs unsere Unterstützung», sagt Menno Labruyère von der städtischen Dienststelle, die heute Kinder, Jugend, Familie (KJF) heisst. Mit dem Jugendsekretariat im Rücken kamen die Jugendlichen nicht zuletzt einfacher an die nötigen Bewilligungen.

50 freiwillige Helfer sind im Einsatz

Heute sind die Jugendlichen aber fast unabhängig von KJF und organisieren sich selbst; neun OK-Mitglieder und rund 50 freiwillige Helfer kümmern sich ums «Jungkult». KJF steht den Jugendlichen bei Bedarf zur Seite und stellt Material, Lagerraum und personelle Ressourcen zur Verfügung. «Wir sind vor Ort und schlagen die Brücke vom Festival zu unseren Angeboten», sagt Labruyère. Wenn also beispielsweise einem Festivalbesucher der Breakdance-Battle gefallen hat, erfährt er am KJF-Stand, dass im Flon jeden Montagabend ebenfalls Breakdance geboten wird.

Finanziell ist das «Jungkult» gut abgestützt, namhafte Beiträge kommen von der Stadt und vom Kanton sowie von der Ortsbürgergemeinde und dem Migros-Kulturprozent. Dadurch ist das Festival nach wie vor kostenlos, allerdings steht für die kommenden Jahre ein Eintrittsbändel zur Diskussion.

Konzerte schon am Freitagabend

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens beginnt das «Jungkult» schon heute Abend mit Live-Musik in der Marktgasse. Um 17 Uhr spielt das Zofinger Quartett Future Relic. Nach einem Auftritt der Ska-Rock-Gruppe Frank um 18.15 Uhr ist ab 19.30 Uhr die Jazz-, Funk- und Hip-Hop-Band The Life Wires zu hören. Um 20.45 Uhr schliesslich singen die Indie-Popper Friedrich Chiller aus Dresden ihre deutschen Texte. Der eigentliche Jungkult-Tag bleibt aber der Samstag. Ab 10.30 Uhr ist beim Vadiandenkmal Live-Musik zu hören, unter anderem mit Herr Bitter (16.30 Uhr), Mantik (19.15 Uhr) und dem Churer «bandXost»-Gewinner Kaufmann (20.30 Uhr). Um 13.30 Uhr startet das Programm auf der zweiten Bühne bei der St. Laurenzenkirche, die vor allem den Singer-Songwritern und dem Improvisationstheater gehört. Auf dem Bärenplatz wirbeln den ganzen Tag lang die Breakdancer über den Boden, und in der Marktgasse werden Graffiti gemalt sowie Fotografie und Siebdruck präsentiert.

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