John Waters' Fotoarbeiten im Kunsthaus Zürich

Der Zürcher Cineast und Kunstsammler This Brunner hat dem Kunsthaus Zürich rund 40 Werke des US-amerikanischen Filmemachers und Künstlers John Waters geschenkt. Die Arbeiten erzählen mit Ironie amerikanische Gesellschafts– und Filmgeschichten.

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Der Zürcher Cineast und Kunstsammler This Brunner hat dem Kunsthaus Zürich rund 40 Werke des US-amerikanischen Filmemachers und Künstlers John Waters geschenkt. Die Arbeiten erzählen mit Ironie amerikanische Gesellschafts– und Filmgeschichten. Gross geworden ist John Waters in den 1960er- und 70er-Jahren mit Filmen, die mit ihren Tabubrüchen die Grenzen des damals herrschenden Geschmacks frech überschritten. Am bekanntesten ist sein Film «Pink Flamingos», in dem Waters den Transvestiten Divine zum Underground-Star machte. Typisch war auch die billige Machart im Schnellschussverfahren. «Pink Flamingos» kostete ganze 12 000 Dollar und wurde an wenigen Wochenenden gedreht. Seit den 1990er-Jahren entwickelt Waters auch ein künstlerisches Werk mit Fotoarbeiten, Skulpturen und Collagen. Noch heute reizt Waters vor allem, was verboten ist oder was moralische Grundsätze in Frage stellt. «No smoking» (2006) heisst eine Fotoarbeit. Sie zeigt Filmgrössen wie Bette Davis, Humphrey Bogart oder Lauren Bacall beim genussvollen Rauchen. Am 23. September findet im Vortragssaal seine Performance «This Filthy World» statt. (sda)