Intimer Beethoven

Wie wunderbar der neue Steinway in St. Laurenzen klingt, erlebte man am Freitag im Beethoven-Rezital von Bernhard Ruchti. Der Pianist erwies sich als vor allem lyrisch denkender und gesanglich gestaltender Musiker. So geriet nicht nur das Scherzo von Beethovens erster Sonate op.

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Wie wunderbar der neue Steinway in St. Laurenzen klingt, erlebte man am Freitag im Beethoven-Rezital von Bernhard Ruchti. Der Pianist erwies sich als vor allem lyrisch denkender und gesanglich gestaltender Musiker. So geriet nicht nur das Scherzo von Beethovens erster Sonate op. 2, 1 angenehm abgefedert. Auch im G-Dur-Rondo op. 51, 2 herrschte zwar makellose Lauf- und Trillertechnik, trotzdem pflegt Bernhard Ruchti auch im rein Pianistischen immer eine empfindsame, ja bisweilen introvertierte Spielhaltung.

Ausgereift und durchdacht bot er zum Schluss Beethovens vorletzte Sonate op. 110 dar und erwies sich hier als intelligenter Gestalter mit grossem Überblick und warmer Virtuosität. (map)