Inspiriert von Werken Bachs

Arash Safian: Über Bach. Sebastian Knauer (Klavier), Pascal Schumacher (Vibraphon), Zürcher Kammerorchester. Berlin Classics 0300825NM – Live in der Tonhalle Zürich: 22.11., 19.30 Uhr

Bettina Kugler
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Bild: Bettina Kugler

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Arash Safian: Über Bach. Sebastian Knauer (Klavier), Pascal Schumacher (Vibraphon), Zürcher Kammerorchester. Berlin Classics 0300825NM – Live in der Tonhalle Zürich: 22.11., 19.30 Uhr

«Infitive Games», «Newton's Law», «As above so below»: Allein die Titel der insgesamt fünf Konzerte über Themen und Motive von Johann Sebastian Bach sagen viel über die Sicht des in Iran geborenen, heute in München lebenden Komponisten Arash Safian auf den Übervater der Barockmusik. Neukompositionen nach Bach für Klavier, Vibraphon, Kammerorchester – das machte den Hamburger Pianisten Sebastian Knauer sofort neugierig. Tatsächlich meint man beständig Bekanntes aus Kantaten, Chorälen, aus Orgel- und Klaviermusik von Bach herauszuhören; das Klangbild schillert zwischen Barock und Minimal Music und rückt Bachs Spiritualität ins Zeitlose.

Wolfgang Amadeus Mozart:

Klaviersonaten, Vol. 4, William Youn (Klavier), Oehms Classics

Kindliche Anmut und Könnerschaft

Das halbe Leben hatte Mozart schon hinter sich, als er seine erste Klaviersonate schrieb. Es ist zerbrechliche, feine Musik, die technisches Können nicht vordergründig zur Schau stellt, aber zwingend erfordert. Nur dann kommt sie so glasklar perlend und federleicht daher wie im Spiel des 1982 geborenen Koreaners William Youn. Vor einigen Jahren hat er begonnen, sämtliche Mozart'schen Sonaten einzuspielen; die vorliegende CD mit den Sonaten KV 281, 283, 333 und 576 ist bereits die vierte. Dabei hat er sich einen spontan wirkenden Zugriff bewahrt, die spielerische Leichtigkeit in der Phrasierung; meisterhaft findet Youn die Balance zwischen Emotionalität und Präzision, Nachdenklichkeit und natürlichem Fluss. Zu leicht für Kinder, zu schwierig für Künstler: Gern wird das Bonmot Artur Schnabels über Mozarts Musik zitiert. William Youn gelingt es tatsächlich, sie vollkommen transparent zu spielen und dabei nicht zu entzaubern.

Bild: Bettina Kugler

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