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Ins Schwarze getroffen

Unter den zahlreichen Abschlussausstellungen an der Schule für Gestaltung sind auch diejenigen der Gestalter-Fachklasse zu besichtigen. Wie alle diesjährigen Absolventinnen und Absolventen siedelten sie ihre Arbeit ums Thema «lokal» an.
Abschlussausstellung der Gestalter-Fachklasse 2012, Alexander Cuerel mit ihrem Buch über das KuGl, Kultur am Gleis in der Austellung (Bild: Hanspeter Schiess)

Abschlussausstellung der Gestalter-Fachklasse 2012, Alexander Cuerel mit ihrem Buch über das KuGl, Kultur am Gleis in der Austellung (Bild: Hanspeter Schiess)

Unter den zahlreichen Abschlussausstellungen an der Schule für Gestaltung sind auch diejenigen der Gestalter-Fachklasse zu besichtigen. Wie alle diesjährigen Absolventinnen und Absolventen siedelten sie ihre Arbeit ums Thema «lokal» an. Das macht neugierig! Und prompt lässt sich in den kleinen Kojen das eine oder andere originelle Juwel entdecken: Eine Pinwand mit Flyern – darunter der Eröffnungsflyer des Kugls vom 6. Mai 2004 –, eine Discokugel, ein Scheinwerfer mit wechselndem Licht, ein paar aufeinandergestapelte bunte Getränkeharassen. Das ist das Setting, in welchem Alexandra Cuérel ihr bemerkenswertes Werk präsentiert – ein Buch übers Kugl. Sie hat sich dazu nicht nur das aktuell heiss diskutierte Kulturpolitikum vorgenommen, sondern sie hat ihre Recherchen bis zur «Geburt» des Güterbahnhofs ausgedehnt und sehr viel Archivmaterial zusammengetragen. Entstanden ist ein circa fünf Zentimeter dicker Bild- und Textband aus festem Recyclingpapier, der sowohl Aufschluss über die geschichtlichen Hintergründe des Areals als auch über die heutige Nutzung gibt.

Über mehrere Monate hat Alexandra Cuérel im Kugl fotografiert, sie hat mit den Betreibern und mit Gästen gesprochen. «Wie mache ich es , dass das Werk der Stimmung, der Atmosphäre dieses beliebten Ortes nahekommt?», fragte sie sich und entschied sich für einen grossen Bildanteil, den sie teilweise farbig, teilweise schwarzweiss in Flatbook-Bindung , das heisst, die einzelnen Doppelseiten lassen sich ohne Bildverlust aufschlagen, einfügte. Dazu stellt sie kurze, leicht lesbare Texte, die sie einerseits selber verfasste, andererseits auch als Originalzitate von Leuten, die sie befragte, wiedergibt. Um von dem beliebten Ort mit einer sehr lebendigen Kulturszene nicht nur zu schwärmen, verteilte sie einen Fragebogen auch an ein Publikum, welches das Kugl nicht frequentiert. Aus den eingegangenen Antworten stellte die junge Gestalterin zwei Seiten mit Statements zusammen – positive und negative. Dass sie auch nach mehrmaligen Versuchen vom mittlerweile berühmten Kläger keine Antwort auf ihre schriftliche Anfrage erhielt, bedauert Alexandra Cuérel. Sie habe zur Sache des hängigen Rechtsstreits um den Lärm im Kugl keine Seite über- beziehungsweise untergewichten wollen und hätte eine Aussage von ihm zu seinen Sorgen gerne in ihr Buch aufgenommen, sagt sie. (bsg)

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