In seinem neuen Künstlerbuch zeigt der St.Galler Jirí Makovec die kleinen Absurditäten des Alltags

Im goldgelben Band im Schallplattenformat sind 1525 Fotos aus den Jahren 2002 bis 2015 vereint – ein Tagebuch in Bildern.

Christina Genova
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Jirí Makovec fotografiert analog.

Jirí Makovec fotografiert analog.

Michel Canonica

Goldgelb ist der Einband von Jiří Makovecs erstem grossen Künstlerbuch, das beim St.Galler Verlag Jungle Books erschienen ist. Das satte Gelb macht gute Laune und auch beim Blättern und Betrachten seiner Fotos muss man immer wieder lächeln. Obwohl der St.Galler Künstler keine Postkartenidyllen festhält und auf seinen Bildern nicht immer die Sonne scheint.

Makovec lenkt den Blick auf die kleinen Absurditäten des Alltags, auf Dinge, die ihn zum Staunen bringen, stutzig machen oder überraschen: Die Frau, die vor einer imposanten Bergkulissen im Badeanzug neben einer Schweizer Fahne posiert. Ein Haus, dessen Fassade über und über mit Graffiti bedeckt ist. Oder der weisse Pudel mit der bizarren Frisur.

Eine Seite aus «From...to» Jirí Makovecs fotografischem Tagebuch

Eine Seite aus «From...to» Jirí Makovecs fotografischem Tagebuch

(Bild: PD)

1525 analoge Bilder sind es, ein fotografisches Tagebuch. Es beginnt 2002 in New York, wo Makovec fast zehn Jahre lebte, führt uns in die Schweiz, wo der gebürtige Tscheche seit 2009 wohnt. Es erzählt von seinen Reisen nach Schanghai, Berlin, Sizilien oder Island. Die jüngsten Fotos stammen von 2018. Die Bildlegenden sind in einem separaten Heft aufgeführt, ­so dass man sich ab und an fragt, wo auf der Welt man sich ge­rade befindet. Das Buch hat die Masse eines Schallplatten­ Covers: Seine Lieblingsmusik wird der Künstler an der Buchvernissage auflegen.

Stadtkultur - Jiri Makovec

Stadtkultur - Jiri Makovec

Jirí Makovec: From...to. Jungle Books, 272 S., Fr. 58.–
Buchvernissage, 4. Dezember 2019, 19.30 Uhr, Palace St.Gallen

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