In einer Zeit der Ungeduld

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Psychologie heute August 2017

In den Siebzigerjahren hat der Psychologe Walter Mischel in einem Test Kindern ein Marshmallow vorsetzen lassen, um ihre Geduld zu testen. Konnten sie warten, bis die Versuchsleiterin zurückkehrte, dann winkte ein zweites Marshmallow als Lohn. Dreizehn Jahre später hat Mischel gefragt, was aus den Kindern geworden ist. Jene, die schon im Vorschulalter warten konnten, waren als junge Erwachsene zielstrebiger und erfolgreicher in Schule und Ausbildung. Es lohnt sich also, geduldig zu sein. Nur ist diese Eigenschaft in unserer Zeit nicht besonders gefragt. Denn, zitiert «Psychologie heute» die Psychologin Johanna Müller-Ebert: «Die Erwartung, dass uns alles sofort zur Verfügung steht, prägt den Zeitgeist. Wir leben in einer Sofortkultur.»

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wir eltern Juli/August 2017

Das liebe Geld

Wofür will eine Familie Geld ausgeben? Für ein Haus oder eine Weltreise? Für ein neues Auto oder ein Biotop im Garten? Darüber kann leidlich gestritten werden. Dabei ist Geld ein Problem, wenn man es hat. Noch mehr, wenn man es nicht hat. Auf Pump zu kaufen, sei einfacher geworden, sagt eine Paartherapeutin. Onlinebestellungen, Kundenkarten... Oft komme es zu Streit, weil die Einstellung vorherrsche: «Geld hat man, aber man spricht nicht darüber». Sollte man aber, und zwar schon recht früh in einer Beziehung.

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Bild der Wissenschaft 07/2017

Wundermaschine

Der menschliche Körper ist eine Wunderwerk. Haare, Hände und Wirbelsäule erfüllen ihren Zweck, doch ihre Konstruktionsprinzipien hat die Natur schon lange erfunden, bevor es den Menschen gab. Fingernägel haben sich aus den Krallen des kleinen Mausmaki entwickelt, aus dem Affen und Menschen hervorgegangen sind. Die Fingerkuppen gehören zu den sensibelsten Körperteilen und stecken voller Nervenstränge. Die Fingernägel sind ein Widerlager, damit Fingerkuppen besser tasten können. Und natürlich stammt unser Haupthaar vom Haarkleid eines Affen.

Rolf App/Bruno Knellwolf