Im Kinosaal, aber auch zu Hause über eine App

Der erste interaktive Kinofilm «Late Shift» kommt am Donnerstag ins Kino Houdini in Zürich. Er ist gleichzeitig aber auch als App erhältlich. Für zehn Franken kann der Thriller aus dem Apple-Store heruntergeladen werden.

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iOS 7 GUI PSD (iPad) (Bild: Geoff Teehan)

iOS 7 GUI PSD (iPad) (Bild: Geoff Teehan)

Der erste interaktive Kinofilm «Late Shift» kommt am Donnerstag ins Kino Houdini in Zürich. Er ist gleichzeitig aber auch als App erhältlich. Für zehn Franken kann der Thriller aus dem Apple-Store heruntergeladen werden. Damit lässt sich das Schicksal des Hauptdarstellers Matt im Londoner Untergrund auch zu Hause vor dem eigenen Bildschirm lenken. Wie im Kinofilm sind sieben verschiedene Enden des Films möglich. Mit der App kann allerdings im Unterschied zum Kino kapitelweise geschaut und beeinflusst werden. Im Film sind die gemachten Entscheidungen unumkehrbar, bei der «App kann man zurück, um ein Kapitel und damit auch den Schluss zu ändern», erklärt Produzent Baptiste Planche. In den Test-Vorführungen sei das Happy End eher eine Ausnahme gewesen, erzählt Regisseur Tobias Weber. Zu Hause lässt sich da leichter etwas machen.

Der interaktive Film beruht auf einem völlig neuen Film-Konzept, das den Hauptfokus auf die App legt. Die Filmemacher brauchen deshalb auch keinen klassischen Filmverleiher. Für den Kinobetreiber sei das Zeigen des Films recht einfach. Funktionieren muss die Box mit dem speziellen WLAN, das die Entscheidungen des Publikums übermittelt. «Ein interaktiver Film ist ein spezieller Event und hat somit zusätzlichen Nutzen für den Kinobetreiber», sagt Weber von der Firma «CtrlMovie». (Kn.)

Kinostart am 17. März im Kino Houdini, Zürich. Die App «Late Shift» kann auf dem Apple App Store heruntergeladen werden.