Im Bauch und nicht im Kübel enden

Ein Drittel aller Esswaren landet im Abfall. In der Schweiz verursachen die Haushalte 45 Prozent des Verlustes. Menschen, die sich gegen Food Waste engagieren, geben Tips, wie er sich im Privaten verhindern lässt.

Diana Bula
Drucken
Teilen
45 Prozent des Food Waste in der Schweiz verursachen die privaten Haushalte. (Bild: fotolia)

45 Prozent des Food Waste in der Schweiz verursachen die privaten Haushalte. (Bild: fotolia)

2,3 Tonnen geniessbare Lebensmittel pro Tag sammelt die Sektion Ostschweiz der Organisation Schweizer Tafel ein. Bei Grossverteilern, bei Quartierläden und Tankstellenshops, aber auch bei Produzenten. «Bei uns beginnt jetzt Ostern. Es trudeln Schokoladenhasen mit drei Rabattklebern ein», sagt Leiterin Susanne Lendenmann. Zuerst wurden die Süssigkeiten im Laden zweimal heruntergeschrieben, dann gingen sie in den internen Mitarbeiterverkauf. Erst ganz am Ende der Kette steht die Schweizer Tafel. Die Organisation gibt die Ware gratis an Abgabestellen von Pfarreien, an Suppenküchen, Heime und Asylzentren ab, wo sie Bedürftigen zugute kommt.

«Unglaublich», so bezeichnet Lendenmann die Verschwendung von Lebensmitteln. Wie sich diese in privaten Haushalten reduzieren lässt? «Nicht alle zwei Wochen einkaufen, sondern besser zweimal pro Woche. So lässt sich auf Gäste, die kurzfristig absagen, oder auf spontane Auswärtsessen reagieren– und besser abschätzen, welche Lebensmittel wirklich nötig sind», rät sie etwa. Und: «Nicht hungrig einkaufen gehen. Mit leerem Magen erliegt man den Versuchungen in den Regalen häufiger als mit vollem Bauch.»

Weitere Tips von Susanne Lendenmann und anderen Menschen, die sich gegen Food Waste engagieren, in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 5. Mai.

Aktuelle Nachrichten