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Iggy Pops Start in sein Spätwerk «Free» fällt sphärisch aus

Mit seinem neuen Album beginnt der 72-jährige Rockstar womöglich sein Alterswerk.
Sabine Glaubitz
Iggy Pop. (Bild: pd)

Iggy Pop. (Bild: pd)

Sphärische Klänge, minimalistische Gitarre: Hat Iggy Pop mit «Free» sein ultimatives Alterswerk produziert? Zumindest wendet sich der Rock-Veteran stärker denn je davon ab, was man von ihm gewohnt ist. Dunkel und kontemplativ: Mit diesen Worten beschreibt Iggy Pop sein neues Album. Kontemplativ im Sinne von nachdenklich und gedankenversunken mag auf «Free» zutreffen – dunkel nicht unbedingt.

Die Stücke auf dieser Platte sind jedenfalls weit von den harten Songs entfernt, für die man James Newell Osterberg alias Iggy Pop am besten kennt. Vor allem ist «Free» das Gegenteil von «Post Pop Depression», mit dem das Rock-Reptil 2016 einen seiner grössten Triumphe feierte. Während das Album in Richtung der Klassiker «The Idiot» und «Lust For Life» von 1977 ging, wirkt der 72-Jährige auf seinem neuen Werk gebändigt und altersmild.

Fast wäre er nach der Tournee zurückgetreten

Nach den Konzerten der «Post Pop Depression»-Phase habe er sich wie leer gefühlt. «Ich wollte eine Sonnenbrille aufsetzen, mich umdrehen und raus. Ich wollte frei sein», erklärte er. So sei dieses neue Album irgendwie zu ihm gekommen, «und ich liess es kommen». Dies, obwohl er sich nach der Tournee Gedanken über einen Rückzug hatte machen wollen, wie er sagte.

Sein neues Album läutet sein Alterswerk ein

«Free» bewegt sich zwischen Ambient und Jazz. Der gleichnamige Eröffnungssong erinnert an die traumwandlerischen Soundtracks der Filme des US-amerikanischen Regisseurs David Lynch. Stellenweise werden die sphärischen Klänge durch ein Solo des Ausnahmetrompeters Leron Thomas durchbrochen – zum Geflüster des Sängers: «Ich will frei sein, frei». Einer der überraschendsten Tracks ist «Sonali», ein Mix aus Ambient, Elektronik und Breakbeats. Klänge, die an «Blackstar» erinnern, das letzte Album von David Bowie, mit dem Iggy Pop viele Jahre lang befreundet war.

Unter den zehn Titeln des neuen Albums befindet sich auch «James Bond» – das Stück hat nichts mit dem nächsten «007»-Soundtrack zu tun. Der wird voraussichtlich von der britischen Hit-Sängerin Dua Lipa interpretiert. Mit seiner rauhen, tiefen Stimme wiederholt Iggy Pop zu einem Groove, beschleunigt durch die minimalistische Gitarre von Sarah Lipstate alias Noveller und singt: «Sie will deine James Bond sein». Hat der legendäre Rocker mit «Free» – jetzt jenseits der 70 – endgültig sein Alterswerk eingeläutet? Man wird sehen.

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