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Alles was Sie zum Konzert der Toten Hosen wissen müssen

Rund 50'000 Personen singen diesen Samstag die Hits der Toten Hosen auf der Luzerner Allmend. Wir haben nachgefragt, ob es dieses Mal wieder eine Schlammschlacht gibt und – fast wichtiger – was ein Bier kostet.
Michael Graber
Aufbauarbeiten für das Konzert der Toten Hosen auf der Allmend Luzern am Dienstag, 21. August 2018. Bild: Philipp Schmidli

Aufbauarbeiten für das Konzert der Toten Hosen auf der Allmend Luzern am Dienstag, 21. August 2018. Bild: Philipp Schmidli

Diesen Samstag ist es so weit: Die Toten Hosen kommen nach Luzern. Rund 50'000 Besucher wird der Megaevent anziehen. Damit gehört das Konzert zu den grössten Open-Air-Veranstaltungen in diesem Jahr in der Schweiz. Wir haben (fast) alles Wissenswerte rund um den Anlass zusammengetragen:

Wie wird das Wetter?

Das letzte Festival auf der Allmend (das «Allmend rockt») war eine Schlammschlacht. Braun war damals Trendfarbe. Auch dieses Jahr sollte man eher nicht mit weissen Turnschuhen aufmarschieren. Wie Meteo Schweiz auf Anfrage mitteilt, werden bereits am Freitag fünf bis zehn Liter pro Quadratmeter Niederschlag erwartet, wodurch «der Boden am Samstag schon mal gut angefeuchtet sein» wird. Am Samstag bleibt es durch den Tag trocken, aber irgendwann am Abend wird eine neue Regenfront erwartet, die noch einmal die gleiche Menge Regen bringen wird. «Sollte die Front während der Veranstaltung kommen, dürfte es mit den vielen Leuten ziemlich matschig werden», schreibt Meteo Schweiz. Immerhin, vor einem Hitzeschlag braucht am Samstag niemand Angst zu haben: Die Temperaturen liegen tagsüber bei zirka 20 Grad, in der Nacht wird es dann kühle 12 Grad – einen Pulli sollte man also schon dabeihaben.

Wie komme ich zum Konzert?

Man kann es fast nicht oft genug sagen: Der Kluge reist im Zuge – oder zumindest im Busse. Auf der Allmend wird es keine Parkplätze geben – beim Flugplatz in Emmen wird eine Park-and-ride-Anlage eingerichtet. Zudem rechnen die Stadtbehörden den ganzen Tag mit überlasteten Strassennetzen wegen des Konzerts. Folgende Strassen werden am Samstag ab dem Mittag ganz oder zumindest teilweise gesperrt sein: Bahnhofstrasse, Zentralstrasse, Horwerstrasse, der Abschnitt Arsenalstrasse–Eichwaldstrasse, Eichwaldstrasse (ab Obergrundstrasse bis Horwerstrasse), Moosmattstrasse (ab Voltastrasse bis Kreisel Allmend). Ab dem Bahnhof Luzern verkehren Shuttlebusse zum Konzertgelände. Andernfalls kann man auch zu Fuss gehen. Der Weg dauert zirka zwanzig Minuten und ist signalisiert. Zusätzliche Toiletten und Abfallsäcke werden aufgestellt. Nach dem Konzert verkehren zusätzlich diverse Extrazüge ab Luzern Allmend/Messe.

Was gibt es an Verpflegung?

100'000 Liter Bier haben die Organisatoren für die durstige Menge am Platz. Zusätzlich gibt es auch noch 50'000 Liter Süssgetränke. Insgesamt stehen 25 Bars und 12 mobile Getränkestationen bereit. 4 Deziliter Bier kosten 6 Franken (plus 3 Franken Depot). Für den Fall der Fälle, dass alles ausgetrunken wäre, ist der Nachschub nicht sonderlich weit: Es wird Bier von der nahe gelegenen Eichhof-Brauerei aus­geschenkt. Auch beim Essen sind die Mengen eindrücklich: 10 Tonnen Fleisch werden auf hungrige Münder warten. Diese werden auf 35'000 Portionen verteilt. Kaufen kann man diese an 25 verschiedenen Food-Ständen. Eine Bratwurst kostet 7 Franken. Da alles, was reingeht, auch mal rausmuss, stehen auf dem Platz insgesamt 550 Einheiten Toiletten bereit.

Wie sind die Dimensionen des Areals?

Insgesamt ist das Gelände des diesjährigen Festivals rund 49'000 Quadratmeter gross. Das heisst: Selbst bei ausverkauftem Open Air hat man (rein theoretisch) rund einen Quadratmeter Platz. Zwar wird es vorne natürlich deutlich enger, aber Platzangst braucht man keine zu haben, wenn man sich nicht in unmittelbarer Bühnennähe aufhalten will. Und die Bühne ist riesig: 65 Meter lang, 17 Meter tief und 19 Meter hoch. So sollte man auch von weiter hinten noch einen guten Blick haben – zumal es natürlich auch Video-Screens geben wird. Um all das Material auf die Allmend zu fugen, sind rein für Bühne und Technik 32 Lastwagen nötig. Das Eigengewicht der Bühne beträgt 250 Tonnen. Die Bühne wird an insgesamt drei Tagen aufgebaut. Dazu kommt noch ein weiterer Aufbautag, an dem sämtliche Technik installiert wird. Insgesamt veranschlagen die Organisatoren von Good News für den Aufbau 1700 Mannstage Arbeit. Beim Aufbau und in den Bereichen Sicherheit und Verkehr sind insgesamt 450 Personen im Einsatz. Für den Abbau von allem Material sind dann noch einmal drei Tage veranschlagt. Geht alles nach Plan, ist am kommenden Dienstagabend die Allmend wieder in der Hand von Spaziergängern und Joggern – hoffentlich dieses Mal ohne grössere Landschäden.

Was werden die Toten Hosen spielen?

Natürlich: Eigentlich viel wichtiger als Wetter, Verpflegung, Anreise und Dimensionen ist das Gebotene. Schliesslich zahlen die Zuschauer ja Eintritt für die Toten Hosen. Anders als bei den angesprochenen Bereichen gibt es hier aber keine verlässlichen Prognosen. Wenn man sich auf die Setlisten vergangener Konzerte verlässt, kann man davon ausgehen, dass Campino und Co. ein recht langes (soeben in Freiburg im Breisgau waren es 34 Lieder) Konzert voller Hits geben. «Tage wie diese», «Hier kommt Alex», «Wünsch dir was», «Bonnie & Clyde» und «Sascha ... ein aufrechter Deutscher» fehlen eigentlich nie. Eigentlich sind ihre Shows wie ein Live-Best-of aus 35 Bandjahren.

Derzeit wird die Bühne auf der Allmend aufgebaut. Bild: Philipp Schmidli

Derzeit wird die Bühne auf der Allmend aufgebaut. Bild: Philipp Schmidli

Wer spielt sonst noch?

Neben den «Hosen» spielen an diesem Samstag auch noch drei weitere Bands. Eröffnet wird der Abend von The Living End (17 Uhr). Die Australier machen ziemlich geraden Rock, aber nicht ohne Schmiss präsentiert. In ihrer Heimat sind sie bereits sehr populär und waren bereits mehrfach Vorband bei Konzerten der Toten Hosen. Etwas krawalliger wird es dann mit Feine Sahne Fischfilet (17.50 Uhr). Die Deutschen machen angriffige Musik irgendwo zwischen Punk und Rock. Sie haben neben Gitarren, Bassist und Drummer auch zwei Trompeter, welche den Sound mit Ska-Elementen anreichern. Wie auch die Toten Hosen positionieren sich Feine Sahne Fischfilet deutlich im Kampf gegen Rechtsextremismus und gegen Rassismus. Auch wurde die Band schon von Verfassungsschützern als «links­extreme Band» eingestuft.

Die letzte Vorband sind die Donots (18.50 Uhr). Leute, die nach der Jahrtausendwende mal in einer Rockdisco waren, dürfte der Song «Whatever Happened To The 80s» noch ein Begriff sein. Seither hat sich ein bisschen etwas geändert: Mittlerweile singen die Donots auf Deutsch. Musikalisch ist aber noch vieles beim Alten: druckvoller Rock mit dem Fuss auf dem Gaspedal. Und auch Live-Qualitäten sind unbestritten. Kürzlich schrieb eine Zeitung: «Sie benötigen vielleicht anderthalb Lieder, um ein Publikum jeglicher Grössenordnung auf links zu krempeln, und danach fressen die Leute ihnen aus der Hand.» Die Toten Hosen entern übrigens um 20.15 Uhr die Bühne. Ende ist gegen 23 Uhr.

Was nützt es der Stadt?

Neben zahlreichen Übernachtungen profitiert die Stadt Luzern auch von den Ticketverkäufen. Hier kennt man noch die Billettsteuer. 10 Prozent pro verkauftes Ticket gehen in die Stadtkassen. Sollte das Konzert ausverkauft sein, wandert rund eine halbe Million Franken zur Stadt. Was den Veranstalter reut, freut die Vereine: Das Geld kommt anschliessend der Kultur- und Sportförderung der Stadt Luzern zugute.

Noch gibt es Tickets: www.ticketcorner.ch

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