Hollywoods Sommerkino wird weiblicher

Das Kinojahr 2015 verheisst Einnahmerekorde. Dies, weil spätestens Ende Jahr mit Blockbustern wie «Star Wars», «Hunger Games», dem neuen Bond und heimischer Familienunterhaltung wie «Heidi» und «Schellenursli» mehrere Kassenhits erwartet werden.

Andreas Stock
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Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Andreas Stock)

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Das Kinojahr 2015 verheisst Einnahmerekorde. Dies, weil spätestens Ende Jahr mit Blockbustern wie «Star Wars», «Hunger Games», dem neuen Bond und heimischer Familienunterhaltung wie «Heidi» und «Schellenursli» mehrere Kassenhits erwartet werden. Doch bereits in den kommenden Monaten dominieren die Wiederkäuer aus Hollywood die Leinwände: «The Avengers», «Terminator», «Pirates of the Caribbean», «Jurassic Word» und «Mission Impossible» beispielsweise. Über zwanzig US-Grossproduktionen beruhen auf Fortsetzungen, Neuauflagen oder Ablegern von cineastischen Goldeseln. Der «copy & paste»-Wahn erreicht 2015 neue Dimensionen. Nicht Originalität, sondern bewährte Megafilme mit Megabudgets und kalkulierten Megaeinnahmen sind gefragt.

In der gähnenden Vorhersehbarkeit fällt aber auf: Neben den von Helden dominierten Blockbustern finden sich mehr Mainstream-Filme als auch schon, worin Frauen die erste Geige spielen. Im neuen Pixar-Film «Inside Out» ist es ein 11jähriges Mädchen. Melissa McCarty agiert mit «Spy» erneut in einer Actionkomödie; im Buddy-Movie «Hot Pursuit» sind Reese Witherspoon und Sofia Vergara unter Regisseurin Anne Fletcher die Heldinnen. Und Meryl Streep spielt in «Ricki and the Flash» eine Rocksängerin. Das Risiko der ungewohnt zahlreichen «Frauenfilme»: sind sie nicht erfolgreich, werden die Studiobosse wieder argumentieren, dass Heldinnen eben weniger Kasse machen wie Helden. Ein allfälliger Flop von «Terminator 5» würde hingegen gewiss nicht Arnold Schwarzenegger angelastet.

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