Hier winkt die Freiheit

Raymond Depardon: Berlin, Steidl 2014, 48 Euro

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Nach dem Krieg hatten sie zwei deutsche Kriegsgefangene auf ihrem Hof in Frankreich, die zum kleinen Raymond Depardon sehr nett waren. Die Begegnung hat seine Neugier auf die Welt geweckt – und auch auf Deutschland. 1962 ist er ein erstes Mal in Berlin gewesen, das nach dem Bau der Mauer nahezu ausgestorben wirkte. Nirgends ist der Kalte Krieg so beklemmend präsent wie hier, nirgends der Wandel, seitdem die Mauer gefallen ist. Hier steht sie im Juli 1990 noch, aber der Westen hat schon seine optischen Duftmarken gesetzt. All dies fängt Depardon in intensivem Schwarzweiss ein. (R. A.)

Nach dem Krieg hatten sie zwei deutsche Kriegsgefangene auf ihrem Hof in Frankreich, die zum kleinen Raymond Depardon sehr nett waren. Die Begegnung hat seine Neugier auf die Welt geweckt – und auch auf Deutschland. 1962 ist er ein erstes Mal in Berlin gewesen, das nach dem Bau der Mauer nahezu ausgestorben wirkte. Nirgends ist der Kalte Krieg so beklemmend präsent wie hier, nirgends der Wandel, seitdem die Mauer gefallen ist. Hier steht sie im Juli 1990 noch, aber der Westen hat schon seine optischen Duftmarken gesetzt. All dies fängt Depardon in intensivem Schwarzweiss ein. (R. A.)

Raymond Depardon: Berlin, Steidl 2014, 48 Euro