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Gut geschlafen, nur geträumt

Die 15jährige Kantischülerin Luisa Zürcher hat mit ihrem Kurzfilm «How did you sleep?» am letzten Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb einen Preis gewonnen. Der Film läuft noch bis Ende Februar im Schaufenster des Ladenlokals «Basarbizarr».
Brigitte Schmid-Gugler
Die 15jährige Luisa Zürcher mit ihrer Plastilinfigur für den preisgekrönten Kurzfilm «How did you sleep?». (Bild: Urs Bucher)

Die 15jährige Luisa Zürcher mit ihrer Plastilinfigur für den preisgekrönten Kurzfilm «How did you sleep?». (Bild: Urs Bucher)

Schaufenster sind sprichwörtliche Hingucker. Oder ziehen solche an: Neulich im Linsebühl vor dem stets aufs neue sehr originellen Schaufenster der Anita Sonnabend stehen geblieben. Hinter der Glasscheibe flimmert auf einem Bildschirm ein Filmchen. Dauer um die fünf Minuten. Das Gesicht einer jungen Frau ist zu sehen, mal staunend, dann schläfrig und wieder hellwach. Es ist die Filmerin persönlich, die sich für ihre Filmidee «How did you sleep?» in Szene setzt.

Überraschung und Freude

In rasanten Schnitten wechseln Animation und Spielfilmsequenzen. Da! Der rote Platz. Auf einer Pipilotti-Sitzbank turnt ein rotes Plastilinmännchen, es drollt und tollt und spreizt sich und geizt nicht mit Akrobatischem – Flashes eines Traumlandes. In fünf Minuten erzählt Luisa Zürcher eine in sich stimmige, dichte Geschichte um Imagination und Wirklichkeit, die sie selber entwickelt und mit ihrer Videokamera aufgezeichnet hat. Das Endprodukt schickte sie an den Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb im Dezember 2013, und prompt wurde ihre Arbeit nicht nur nominiert, sondern an der Schlussausscheidung im Palace gleich auch noch mit dem dritten Platz in der Kategorie unter 20 Jahren ausgezeichnet. «Mega!», sagt Luisa Zürcher. Sie habe nicht mit einem Preis gerechnet. Die Tochter der Illustratorin Lika Nüssli besucht seit einem halben Jahr die Kantonsschule. Klar, Zeichnen sei ihr Lieblingsfach, «schon in der Primarschule war das so. Ich zeichne einfach gern, auch zu Hause, wenn Lika am Illustrieren ist. Oft fragt sie mich, was ich von einem Bild halte, das sie grad in Arbeit hat.»

Kind und junge Frau

Wenn das keine guten Voraussetzungen sind für ein junges, unerschrockenes Talent wie Luisa Zürcher. Sie könne sich gut vorstellen, nach der Matura an eine Kunsthochschule zu wechseln, sagt die 15-Jährige.

Ein Freund der Ladenbesitzerin schaut herein, sieht Luisa dort sitzen und ruft: «Ist das nicht... das ist doch... du bist doch Luisa! Oh, wie du geschrien hast, als ich dich einmal – da warst du noch ganz klein – an der Hand deiner Mutter begrüsste!» Jetzt strahlt und lacht Luisa und hat vielleicht schon die nächste Filmidee...

Luisa Zürchers Kurzfilm ist noch bis Ende Februar im Schaufenster von «Basarbizarr», Linsebühlstrasse 76 zu sehen. www.basarbizarr.ch

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