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Grisham und drei freche Möchtegern-Anwälte

Lesbar Krimis

John Grisham: Forderung.

Heyne, 430 S., Fr. 36.–.

Nach seinem misslungenen ­Ausflug ins Thema Verlagswesen kehrt US-Starautor John Grisham wieder in die juristischen Gefilde zurück. Sein neuer Roman handelt von drei Jurastudenten. Diese realisieren, dass die Hochschule, die sie besuchen, so mies ist, dass sie danach auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. Sie brechen ab, geben sich als lizenzierte Anwälte aus und versuchen, lukrative Schadenersatz­fälle an Land zu ziehen. Zugleich beteiligen sie sich an einer Klage gegen den Finanzhai, der all die betrügerischen Hochschulen besitzt. Doch bald gerät das Trio ins Visier misstrauischer Justizbehörden, konkurrierender echter Anwälte und Klienten, deren Fälle sie in den Sand gesetzt haben.

Erneut blickt Grisham auf unterhaltsame und kritische Art auf das US-Justizsystem, diesmal anhand der erfrischend frechen Protagonisten, die den zynischen Aasgeier-Anwälten quasi den Spiegel vorhalten. Auch wenn die Story nicht die emotionale Brisanz hat wie die frühen Justizthriller von Grisham, sorgt die Frage für Spannung, ob die Sache für die Helden gut ausgeht. Berührend ist eine Nebenhandlung, wo der weibliche Teil des Trios mit der Ausschaffung ihrer Familie nach Afrika konfrontiert wird.

Urs Augstburger: Helvetia 2.0.

Tropen, 300 S., Fr. 33.–.

Radiostar kämpft gegen Rechtsrutsch der Medien

Droka ist ein beliebter Radio­moderator, trotzdem wird seine Sendung abgesetzt. Dann wird er Zeuge eines Mordes und selber zum Tatverdächtigen. Mit Hilfe einer attraktiven Sängerin kommt er einem Komplott auf die Spur, bei dem sich rechtskonservative Kreise der Schweizer Medienlandschaft bemächtigen wollen und zugleich ein skrupelloses Geschäft mit Flüchtlingen machen.

Es ist ehrenwert, dass der Aargauer Krimiautor Urs Augstburger die Veränderungen in der Medienlandschaft und die Flüchtlingsthematik aufgreift. Aber letztlich geschieht das zu plakativ und in der Verbindung zu konstruiert, um mehr zu sein als der Aufhänger einer Krimigeschichte. Diese ist spannend, und die Lovestory zwischen Droka und der Sängerin muss wohl sein. Interessant ist Drokas Jugendfreund und jetziger Gegenspieler, obwohl psychologisch etwas holzschnittartig. Aber die Szenen mit dem machthungrigen Medienberater haben ihren Reiz.

Arno Renggli

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