Grablegung, Gebet und Requiem

Mit elf Jahren hat Mozart seine «Grabmusik» komponiert und angesichts des eigenen Todes sein «Requiem».

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Mit elf Jahren hat Mozart seine «Grabmusik» komponiert und angesichts des eigenen Todes sein «Requiem». Das Collegium Musicum unter Mario Schwarz spannt also einen Bogen über Mozarts Schaffen und führt das Requiem in der Fassung von Robert Levin auf, der es neu bearbeitet und um eine Fuge ergänzt hat. «Mach, dass sie vom Tod zum Leben übergehen» sind die letzten von Mozart komponierten Worte. Der Fokus wird so mehr auf die Hoffnung als auf die Trauer gelegt.

Einen ungewöhnlichen Schritt wagt Mario Schwarz, wenn er nach dem Requiem noch ein geistliches Werk anschliesst. Vom Bündner Komponisten Gion Antoni Derungs, der September letzten Jahres verstorben ist, erklingt ein «Pater Noster». Es ist für Mario Schwarz geschrieben, der sich immer wieder für das Werk von Derungs in diversen Uraufführungen eingesetzt hat. «Das Werk hat eine enorme Aussagekraft, ist aber dennoch schlicht gesetzt», sagt Mario Schwarz, der sein Konzert an Gründonnerstag auch als Gedenkkonzert für Gion Antoni Derungs versteht. Heute abend singen als Solisten Muriel Schwarz, Aurea Marston, Erlend Twinnereim und Michael Raschle. Es singen und musizieren das Collegium Cantorum sowie das Collegium Musicum St. Gallen. (map)

Heute Do, St. Laurenzen, 19 Uhr; morgen Fr, evang. Kirche Heiden, 17 Uhr

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