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Goldmedaille für Grafiker-Duo

Die visuellen Gestalter Hannah Gstrein und Jonathan Owadja haben bei den European Design Awards Gold gewonnen. Ausgezeichnet worden sind sie für die Gestaltung der Fachzeitschrift «Artefakt» der Macelleria dell'arte.
Dorothee Haarer
Hannah Gstrein zwischen Jonathan Owadja (l.) und Francesco von der Macelleria d'Arte. (Bild: Benjamin Manser)

Hannah Gstrein zwischen Jonathan Owadja (l.) und Francesco von der Macelleria d'Arte. (Bild: Benjamin Manser)

ST. GALLEN. Schon manch ein gestandener Art Director hat vor Glück den Boden geküsst, wenn er hier einen Preis überreicht bekam. Denn die European Design Awards zählen europaweit zu den höchsten Auszeichnungen ihrer Branche. In diesem Jahr ging einmal Gold nach St. Gallen. Gewonnen hat es das Grafiker-Gespann Hannah Gstrein und Jonathan Owadja für ihre Gestaltung der Galeriezeitung «Artefakt».

Gewinner einer Goldmedaille stellt man sich vermutlich anders vor. Aufgekratzter. Mehr auf Show bedacht. Doch Hannah Gstrein und Jonathan Owadja, die im Job und privat seit über zehn Jahren ein Erfolgsduo abgeben, sind bei dem ganzen Thema völlig bescheiden. «Klar haben wir uns riesig gefreut, als uns der Chef der European Design Awards im März angerufen hat und sagte, dass wir Gold kriegen», meint Hannah Gstrein. Jonathan Owadja ergänzt: «Wir wussten ja, dass alle Arbeiten von einer hochkarätigen europäischen Fachjury beurteilt werden. Und es ist natürlich eine Ehre, wenn man Anerkennung für eine Arbeit erhält.» Mehr sagen sie nicht dazu. Dafür gibt's zu viel zu tun. Nach dem Award ist vor dem Award.

St. Gallen–Sardinien und retour

Dass Gstrein und Owadja gemeinsam Gold holten, ist keine Selbstverständlichkeit. Zwar haben sie vor Jahren in St. Gallen gemeinsam ihre Grafiker-Ausbildung absolviert. Doch dann trennten sich die Wege der damals «besten Freunde»: Gstrein ging als Agentur-Praktikantin nach Stuttgart, Owadja zog es nach Sardinien. Dort arbeitete er anfangs in einer kleinen Bar an der Costa Smeralda. Wenig später, im Herbst 2006, stieg er vor Ort bei der Agentur Covermedia ein, als Leiter der Grafikabteilung. Ungefähr zur selben Zeit merkten Owadja und Gstrein auch, dass da doch mehr war als einfache Freundschaft. Gstrein brach ihre Zelte in Stuttgart ab, kam nach Italien und fing als Art Director ebenfalls bei Covermedia an. 2010 kehrten die zwei als werdende Eltern nach St. Gallen zurück und gründeten ihr eigenes Grafikatelier Owadja & Gstrein Designs.

Italienische Einflüsse

Aus ihrer Zeit in Italien haben sie viel mit in die Schweiz genommen. Zum Beispiel eine besondere Prägung, was Design und Ästhetik anbelangt, sowie besondere Arbeitssorgfalt und grosse Flexibilität. Und auch der Ansporn, Prozesse auszureizen und einen Weg zu finden, wenn scheinbar keine Lösung mehr in Sicht ist, ist etwas, das sie aus dem Süden mitgebracht haben. All das zahlt sich aus. Neben ihren hiesigen Auftraggebern betreuen sie bis heute auch italienische Kunden, machen für sie Magazine, Buch-Layouts und manches mehr.

Vermutlich war es genau dieser Ansporn, der sie mit «Artefakt» in der Kategorie «Miscellaneous Printed» zur Goldmedaille geführt hat. «Als uns Francesco Bonanno von der Galerie <Macelleria d'Arte> und der Architekt Veit Rausch das erste Mal mit ihrer Idee zu <Artefakt> konfrontierten, waren wir gleich Feuer und Flamme. Es war klar, dass hierfür ungewöhnliche Gestaltungslösungen her mussten.» In einem intensiven Prozess entwickelten die beiden gemeinsam mit Bonanno das preisgekrönte Konzept: ein einseitig im Siebdruckverfahren bedrucktes Metzgereipapier, im Standard-Format 50 × 70 cm, und eine stets wechselnde Grafik, bei der allein die Kopfzeile gleich bleibt – ein Hingucker in jeder Hinsicht. Und es geht so weiter: Eine Sonderauflage der Nummer zwei kam auf Kuhfell daher, und die dritte Nummer wird, neben der regulären Metzgereipapier-Ausgabe, auch in einer limitierten Edition erscheinen, dann auf rosaroter Luftpolsterfolie.

Jede Ausgabe soll die beste sein

«Schon als wir die erste Ausgabe fertig hatten, spürten wir, dass sie was Besonderes ist. Wir wagten also, uns für den Award zu bewerben.» Dass es nun sogar Gold dafür gab, motiviert. Von der nächsten Ausgabe an kann man «Artefakt» auch abonnieren. «Wir wünschen uns einfach, dass wir viele Interessierte für <Artefakt> begeistern können. Wir unsrerseits werden jedenfalls alles so machen, wie bisher: Mit Vollgas und Herzblut ans Werk gehen. Damit einfach jede Nummer wieder <die beste> wird.»

www.ogd.ch, www.artefakt.sg

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