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GLETSCHERMALERIN: Salonfähiges Hochgebirge

Die St. Galler Künstlerin Margot Schneider hat sich den Gletschern verschrieben. Zurzeit sind Bilder von ihr im Salone Piz Duan in Stampa zu sehen.
Der Cantun-Gletscher (Öl auf Leinwand), gemalt von der St. Galler Künstlerin Margot Schneider. (Bild: Katalog)

Der Cantun-Gletscher (Öl auf Leinwand), gemalt von der St. Galler Künstlerin Margot Schneider. (Bild: Katalog)

Wer Gletscher lieber mit Halbschuhen oder gar Flipflops sehen oder gar betreten möchte, der kann das momentan im Bergell tun. Margot Schneiders grossformatige Malereien wirken plastisch, so, als könnte man trotz der vertikalen Hängung einen Fuss hineinsetzen. Seit zwölf Jahren forscht die St.Galler Künstlerin wandernd, zeichnend und malend an den Veränderungen der Schweizer Gletscher. Eine ihrer früheren thematischen Ausstellungen hatte auch der Leiter des Saxone gesehen.

Ausstellung in Palazzo

Marco Giacometti, ein Nach- fahre der berühmten Künstler- familie, machte in den vergangenen Jahren im Bergell viel von sich reden. Der frühere Veterinär und heutige Sekundarlehrer war als Initiant des geplanten Centro Giacometti zwischen die Fron-ten im Tal geraten. Der Salone befindet sich in dem Palazzo, den Alberto Giacometti senior und Caterina Ottilia Santi in den 1880er-Jahren hatten bauen lassen. Er diente einige Jahre als Tanz- und Theatersaal. Ein würdiger – und geschichtsträchtiger Ort für Margot Schneiders Gletscher-Inszenierungen. (Bregaglia Glaciers, bis 20.8.)

Brigitte Schmid-Gugler

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