«Glamour, mon amour»-Kolumne
Der Duft der schönen weiten Welt: Wie Sonnencreme in Zeiten der Pandemie gegen das Fernweh hilft

Unsere Autorin Simone Meier schreibt diese Woche über ein neues Ritual, das ihr hilft, sich durch die Zeit der Pandemie zu kämpfen.

Simone Meier
Simone Meier
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Bild: zvg

Ich setzte den Kopfhörer auf, um beim Verfassen dieser Kolumne meine Schreibmusik laufen zu lassen. Als Erstes kam «Hollywood» von Madonna. Und ich fragte mich ein paar Takte lang, ob mein Kopfhörer kaputt sei.

Draussen sangen die Vögel. Gleich zu Beginn von «Hollywood» singen ebenfalls Vögel. Danach setzt Madonna ein, und alles wird komplex und verzwickt: Es geht um das Streben der Menschen nach Erfolg und Selbstbespiegelung und darum, dass sie sich aus Gefallsucht immerzu verwandeln, anpassen und schönheitsoperieren und sich immer mehr von sich entfernen. Doch zu Beginn: unschuldig frühlingshaftes Vogelgezwitscher!

Der inneren Rüstung wachsen Schuppen

Geht es Ihnen auch so? Ihr Herz, das sich den Winter über warm angezogen und in einen höhlenartigen Dämmerzustand verkrochen hatte, geht im Frühling auf wie eine dieser Tulpen, die aussen tiefrot sind und ein goldgelbes Innenleben offenbaren.

Ich weiss nicht, wieso es so ist, aber ich beobachte dies schon ein ganzes Leben lang, dass mich die Sonne, die kleine Wärme, der blaue Himmel und die Blumen im Frühling mit Hoffnung vollpumpen. Dass ich Dinge, die sich nur minimal verändert haben und kaum merklich vorwärtsgehen, optimistisch betrachte. Dass ich nicht nur an das Bessere, sondern an das Beste glaube. An das Gelingen. Die Lösung von allerlei Problemen.

Sie wissen, was ich meine: Das frustrierende Wort mit C scheint mir gerade wieder bewältigbar. Vielleicht ist das reine Selbsttäuschung, aber ich merke, wie meiner inneren Rüstung aus Zuversicht mit jedem Sonnenstrahl eine weitere goldene Schuppe wächst. Und wie gut das tut. Wie selbst das Martyrium der strapazierten Geduld erträglich scheint.

Keine muffigen Filter

Was lässt eigentlich Sie durch die Zeit unter Corona kommen? Durch all die Tage im Homeoffice mit Home-­Cuisine und Home-Cinema? Einer meiner effizientesten Tricks ist ja seit November die Sache mit der Sonnencreme. Ich benutze seit vielen Jahren die gleiche, Piz Buin 50plus, die zuverlässig gegen Sonnenbrand am Meer und in den Bergen hilft.

Zudem hat sie den feinen, unvergleichlichen Sonnencreme-Geruch, der nicht über die Zugabe von Duftstoffen entsteht, sondern wegen der Filter, die so eine Creme beinhaltet. Normalerweise riechen Filter ja nicht besonders gut, eher muffig, jedenfalls die Filter­matten in Abzugshauben oder Badezimmerventilationen. Nicht so in der Sonnencreme.

Meine Piz Buin 50plus hat mich in jede Winter- und Sommerferien der letzten zwanzig Jahre begleitet. Ins Engadin, an thailändische, französische und italienische Strände und an Dutzende anderer Glücksdestinationen. Und weil ich das unbeschwerte Reisen jetzt gerade wie verrückt vermisse, trage ich jeden Morgen Sonnencreme auf. Um wenigstens den Duft der schönen weiten Welt in der Nase zu haben.

Ich schwöre Ihnen: Das hilft auf wundersame Weise. Damit gesellt sich zum Ohrentrost des Gezwitschers und zum Augentrost aus Frühlingsblüten und Sonnenschein der Nasentrost. Probieren Sie’s aus!