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Gewölbekeller wird aufgewertet

Eine Gruppenausstellung mit fünf St. Galler Kunstschaffenden bildet den Startschuss für die in Gründung begriffene Vadian Kulturstiftung. Die Ausstellungsaktivität der Bank soll durch die Stiftung einen deutlichen Professionalisierungsschub erhalten.
Martin Preisser
Arbeiten von Claudia Valer (links) und Andy Guhl. (Bild: Hanspeter Schiess)

Arbeiten von Claudia Valer (links) und Andy Guhl. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ausstellungen gibt es im Gewölbekeller der Vadianbank seit fünf Jahren. Bisher konnten sich Kunstschaffende selbst um eine Ausstellung bewerben. Je nach Eingabe schwankte die Qualität. Jetzt geht die Bank deutlich Richtung Professionalisierung und geht selbst auf Kunstschaffende zu. Und die Kunst entfernt sich vom eigentlichen Bankalltag, indem für die Ausstellungsaktivitäten neu die Gründung der Vadian Kulturstiftung ansteht.

Keine kommerzielle Schiene

Der St. Galler Künstler Hans Thomann zeichnet in dieser Stiftung für das Ausstellungskonzept und die Programmideen verantwortlich. «Wir als Stadtbank wollen Kunstschaffenden eine zusätzliche Plattform bieten», sagt Walter Ernst, Vorsitzender der Vadian Geschäftsleitung. «Und wir wollen bewusst keine kommerzielle Schiene fahren.» Auch Hans Thomann sieht in den zukünftigen Aktivitäten keine Galeriearbeit im traditionellen Sinne, sondern ein zusätzliches Angebot in der Stadt, die Ostschweizer Kunstszene auf vielfältige Art zu präsentieren. «Die Vadian Kulturstiftung sieht sich als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu den anderen Galerien am Ort und zu den Aktivitäten der Museen», sagt Thomann.

Auf drei Säulen

Der Start mit dem Titel «Vor-Sicht» zeigt in einer ansprechenden Gruppenausstellung fünf St. Galler Kunstschaffende. In Zukunft wird es aber wieder Einzelausstellungen geben. «Und wir könnten uns vorstellen, für spezielle Projekte auch Gastkuratoren einzuladen oder einen Sammler, der Einblicke in seine Schätze gewährt», denkt Hans Thomann in die Zukunft.

Finanziell wird die neue Stiftung auf drei Säulen stehen. Einmal kommen Beträge von der Bank selbst, dann steuern Kunstschaffende Geld zum Stiftungskapital bei, indem 30 Prozent des Verkaufserlöses an die Stiftung gehen. Weiter hofft man für die Vadian Stiftung auf grosszügige private Spenden.

Fünf Kunstpositionen

Lohnend ist der Blick in die aktuelle Gruppenausstellung. Alessandra Beltrame ist mit thematisch anspruchsvollen, gedanklich anregend aufgeladenen Installationen zu Gast. Mythen und Frauengestalten zeigt virtuos die Malerin Claudia Valer. Kraftvoll eruptiv kommen die Meeresbilder von Rik Beemsterboer daher. Mit Piktogrammen übermalte Fotografie steuert Stefan Rohner bei. Und Andy Guhl zeigt Elektroschrott, lässt eine Soundinstallation hören und hat Fehler in Computersystemen kräftig eingefärbt.

Ausstellung: Bis 27. Juni (Gewölbekeller Vadian Bank, Webergasse 8), zu sehen während der Banköffnungszeiten.

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