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Lesetipps Krimi: Ein Spiel mit Genres und Leseerwartungen

Anthony Horowitz überzeugt mit einem spannendem Rätselkrimi und aus Ruth Rendells Nachlass erscheint ein weiteres Buch.
Frauke Kaberka / Arno Renggli

Gefährliches Verwirrspiel

Ganz im Stil von Agatha Christie geht es los: Die allseits unbeliebte Haushälterin liegt tot am Fuss der Treppe des Landsitzes Pye Hall. Wurde sie gestossen? Herausfinden soll das der ebenso clevere wie kauzige Inspektor Pünd. Anthony Horowitz’ Krimi ist kein Nostalgietrip. Er spielt mit Genres und Lesererwartungen. Der Tod der Haushälterin findet nämlich auch in einem Buchmanuskript statt. Drohen weitere Gefahren aus dem Buch? Horowitz hat einen spannenden Rätselkrimi verfasst, in dem viele Details wichtig sind, ihre wahre Bedeutung aber oft erst später offenbaren.

Anthony Horowitz: Die Morde von Pye Hall. Insel, 605 S., Fr. 30.--

Fall wird doch noch gelöst

2016 überraschte der Norweger Gard Sveen mit seinem Erstling «Der letzte Pilger». Die Story zwischen heute und dem Zweiten Weltkrieg ist stark. Letztes Jahr erschien mit «Teufelskälte» ein Nachfolger um eine Mordserie an jungen Frauen. Auch er ist gut konstruiert und spannend, verweist aber am Ende unerwartet auf eine Fortsetzung. Was Lesern gegenüber nicht ganz gar ist. Das Sequel ist nun erschienen, treibt die Auflösung des Falles schnörkellos voran, wirkt daher eher wie der letzte Teil eines grösseren Romans. Was es im Grunde auch ist. Weshalb es eher unnötig war, daraus ein eigenes Buch zu machen. Geschrieben ist es erneut gut, Sveen versteht sein Handwerk.

Gard Sveen: Der einsame Bote. Blanvalet, 303 S., Fr. 24.–

Comeback aus Nachlass

Die britische Krimilady Ruth Rendell ist bekanntlich 2015 gestorben. Doch noch immer erscheinen aus ihrem Nachlass Bücher mit Inspector Wexford. Der ist zwar Pensionär, muss aber trotzdem den Mord an einer Vikarin aufklären. Und da diese indische Wurzeln hatte, gibt es Mutmassungen wegen rassistischer Motive. Wexford setzt das Puzzle zusammen, wobei er auch einige Überraschungen erlebt. Obwohl der Krimi nicht durchgehend besonders spannend ist, gefällt Rendells Stil auch diesmal.

Ruth Rendell: Die Tote im Pfarrhaus. Blanvalet, 352 S., Fr. 27.-–

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