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Kolumne

Gebucht-Rubrik mit Moderatorin Katja Stauber: «Krimis sind meine besten Einschlafhilfen»

Bei «Tagesschau»-Moderatorin Katja Stauber stapeln sich die Bücher, obwohl sie vor kurzem erst ausgemistet hat.
Ressort Leben & Wissen und Kultur
Miss Tagesschau: Katja Stauber, 57, moderiert seit fast dreissig Jahren die Hauptausgabe des Schweizer Fernsehens. Bild: SRF

Miss Tagesschau: Katja Stauber, 57, moderiert seit fast dreissig Jahren die Hauptausgabe des Schweizer Fernsehens. Bild: SRF

Welche Bücher liegen auf Ihrem Nachttisch?

Immer ganz viele und immer ganz verschiedene. Im Moment sind es Bücher von Elif Shafak, Bernhard Schlink, Jo Nesbo und «Das Grosse Buch vom Schlaf» – und mein Kindle, auf dem ich einen schwedischen Krimi lese. Die Krimis – meist deutsche oder skandinavische – sind meine besten Einschlafhilfen. Für die anspruchsvolleren Bücher brauche ich Ferien, in denen man auch mal einen Nachmittag durchlesen kann. Binge-Reading sozusagen …

Wie viele Bücher haben Sie in Ihrem Haus/in Ihrer Wohnung?

Mit meinem Mann Florian zusammen sind das bestimmt an die 1000 Bücher, dazu kommen die Bücher auf unseren Kindle. Das sind nochmals etwa 400 bis 500. Und das, obwohl wir letzthin «ausgemistet» haben. Aber Bücher wegzugeben fällt uns beiden schwer, und so sammelt sich im Laufe der Jahre natürlich schon ordentlich was an.

Wie lesen Sie?

Das E-Book ist vor allem praktisch für die Ferien, man hat Hunderte Bücher einfach und leicht in der Handtasche immer mit dabei. Aber das Erlebnis, ein «richtiges» Buch zu lesen, ist ein anderes, es ist sinnlicher, Papier in der Hand zu haben.

Welches aktuelle Buch empfehlen Sie unseren Lesern? Und warum?

Das neuste Buch von Elif Shafak, «Unerhörte Stimmen». Die Autorin ist inzwischen zum Sprachrohr geworden für die Gleichberechtigung und freiheitlichen Werte nicht nur in der Türkei, sondern auch in Europa. In ihrem – wie ich finde – bislang besten Roman erzählt die Schriftstellerin, die in London lebt, von einer Frau, die am Rand der Gesellschaft Halt sucht, wo Freundschaften tief sind, aber das Glück flüchtig. Eine geniale Schriftstellerin mit einer betörenden Sprache. Sie schafft es, das unfassbar Tragische und Ungerechte auch mit viel feinem Humor zu erzählen.

Wie stossen Sie auf neue Bücher?

Immer wieder auf anderen Wegen. Sei es durch Tipps von Freundinnen und Freunden, durch Zeitungsartikel oder auch das Stöbern in Buchhandlungen. Oft lese ich auch Bücher von Autorinnen und Autoren, deren frühere Werke mich begeisterten. Das klappt leider nicht immer. Ein bekannter Name allein macht eben noch kein weiteres gutes Buch aus.

Wie organisieren Sie Ihr Büchergestell?

Gar nicht. Eine Bibliothek darf nicht zu aufgeräumt sein. Ich fände es sehr schräg, wenn in unserem Regal zum Beispiel die Bücher nach dem Alphabet oder – noch schlimmer – nach Farben geordnet wären. Das ist ja dann mehr eine Kulisse zum Angeben als eine Bibliothek.

Welche drei – zeitgenössischen oder bereits verstorbenen – Autoren möchten Sie zu einem gemeinsamen Nachtessen einladen?

Natürlich die bereits erwähnte Elif Shafak. Dann die leider bereits verstorbene französische Journalistin und Schriftstellerin Benoite Groult, die als Feministin kritische, aber auch humorvolle Bücher geschrieben hat, wie «Leben will ich» oder «Salz auf unserer Haut». Die Runde komplett machen würde dann eine schwedische Krimiautorin, die Skandinavier schreiben meines Erachtens die besten Thriller und Krimis. Zum Beispiel Camilla Läckberg.

Welches Buch haben Sie nie zu Ende gelesen? Warum?

Ich gebe einem Buch vielleicht 20, 30 Seiten Zeit, um mich zu fesseln. Ansonsten lege ich es weg. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Die grösste Sünde ist es, die Leserin zu langweilen.

Hat ein Streit über Literatur schon mal eine Freundschaft zerstört?

Wenn die verschiedenen Ansichten über Literatur eine Freundschaft zerstören können, war das wohl kaum eine Freundschaft. Ich diskutiere gerne über Bücher mit Familie und Freunden. Interessanterweise sind wir auch meistens gleicher Meinung. Das liegt wohl daran, dass man bei Freunden davon ausgehen kann, dass sie einen ähnlichen Geschmack haben.

Hinweis

In der Rubrik «Gebucht» erzählen Prominente von ihren Lesegewohnheiten.

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