Garantierte Tropennacht

Gute Musik wird nicht nur in Europa und Nordamerika gemacht. Auch dank des Internets erreicht diese immer mehr auch unsere Breitengrade. Wie das tönt, kann man am OpenAir St. Gallen erahnen, am ehesten am Samstag auf der Sternenbühne.

Kaspar Enz
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Mitreissend: Simón Mejía und Liliana Saumet von Bomba Estéreo. (Bild: pd)

Mitreissend: Simón Mejía und Liliana Saumet von Bomba Estéreo. (Bild: pd)

Gute Musik wird nicht nur in Europa und Nordamerika gemacht. Auch dank des Internets erreicht diese immer mehr auch unsere Breitengrade. Wie das tönt, kann man am OpenAir St. Gallen erahnen, am ehesten am Samstag auf der Sternenbühne.

«Fuego!», «Feuer», wird dort Liliana Saumet, Sängerin und Rapperin der kolumbianischen Band Bomba Estéreo in die Nacht rufen. Der Hit aus dem Jahr 2009 ist Programm: Bomba Estéreo modernisiert die traditionelle Cumbia mit elektronischen Mitteln, reichert sie mit Elementen aus Hip Hop, Reggae und Techno an. Und das lässt kein Bein stillstehen – gerade live gelten sie als ein Ereignis. Mit ihrem Stil ist das 2005 gegründete Duo in Südamerika zwar nicht alleine. Doch auf ihrem im letzten Jahr erschienenen Album «Amanecer» öffnen sie den Horizont weit über die Cumbia hinaus.

Manch Gutes entsteht aus Zufall. Der malawische Musiker Esau Mwamwaya war in London gelandet und führte einen Gebrauchtwarenladen, gleich neben dem Studio des DJ-Duos Radioclit. Die Nachbarschaft trug Früchte: Seit 2008 nahmen sie als The Very Best bereits fünf Alben auf. Die Resultate dieser Zusammenarbeit bringen auch einem verregneten OpenAir eine knappe Stunde Sonnenschein.

The VeryBest: Sa, 16:15, Sternenbühne/ Bomba Estéreo: 01:30 Sternenbühne