Garantiert warme Füsse

Sie kam, sah und siegte, die neue Tanzkompagnie des Theaters St. Gallen unter ihrer neuen Leiterin Beate Vollack – mit einem surrealen Stück, das sich der Künstlerin Meret Oppenheim annahm. «x=Hase» hiess die erste Produktion der Nachfolgerin von Marco Santi.

Martin Preisser
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Szene aus dem Tanzstück «x=Hase». (Bild: Ralph Ribi)

Szene aus dem Tanzstück «x=Hase». (Bild: Ralph Ribi)

Sie kam, sah und siegte, die neue Tanzkompagnie des Theaters St. Gallen unter ihrer neuen Leiterin Beate Vollack – mit einem surrealen Stück, das sich der Künstlerin Meret Oppenheim annahm. «x=Hase» hiess die erste Produktion der Nachfolgerin von Marco Santi. Das «x» stehe auch für die noch unbekannte Grösse der neuen Tanzkompagnie, hat Beate Vollack diese Oppenheim-Formel erklärt. Nach der Premiere in der Lokremise wussten die Tanzfans, wen sie da vor sich haben. Geschickt hat dieses so anspruchsvolle wie kurzweilige Tanzstück die Zuschauer ins Zentrum gerückt und im wahrsten Sinne des Wortes umspielt. Schuhe ausziehen hiess es für die Besucher, die quasi auf der berühmten «Pelztasse» von Meret Oppenheim Platz nahmen - ein Kulturvergnügen mit garantiert warmen Füssen! Sinnlich, sensibel, witzig, intelligent, surreal und dabei sehr musikalisch entführte die Kompagnie in verschiedene Kunstwerke Oppenheims, unterlegt mit Mussorgskys «Bildern einer Ausstellung». Die neue Truppe hat sich auf Anhieb in die Herzen des Publikums getanzt. Das «x» entpuppte sich als Tanzkunst auf packendem Niveau.

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