«Fussball und Musik sind sehr ähnlich»

Wegen seines Beinbruchs Anfang Juni musste Bligg in seiner 20jährigen Musikkarriere zum ersten Mal einen Auftritt absagen. Diesen Sonntag spielt er aber wie geplant als Vorband von Sir Elton John in der AFG Arena. Wenn auch «nur» im Sitzen.

Erika Pál
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Bligg kehrt nach sechs Jahren wieder in die AFG Arena zurück. (Bild: pd)

Bligg kehrt nach sechs Jahren wieder in die AFG Arena zurück. (Bild: pd)

Bligg, Sie haben sich beim Videodreh das Sprunggelenk im linken Bein gebrochen. Wie geht es Ihnen?

Bligg: Den Umständen entsprechend gut. Vor einer Woche war ich zur Kontrolle und der Arzt hat gesagt, dass alles so verheilt wie es sollte. Trotzdem werde ich den Gips die nächsten vier Wochen anbehalten müssen.

Wie werden Sie mit dem Gipsbein diesen Sonntag performen können?

Bligg: Ich denke mal, dass die Fans nicht nur wegen meinen Turnübungen auf der Bühne zur Show kommen, sondern auch wegen meiner Stimme. Stehen geht aber leider noch nicht. Ich werde die meiste Zeit auf einem Stuhl sitzen und natürlich die Krücken zu Hilfe nehmen.

Wo haben Sie sich die letzten zwei Wochen von der Operation erholt?

Bligg: Zunächst im Krankenhaus. Danach bei mir zu Hause in Zürich.

War es Ihnen nicht langweilig?

Bligg: Nein, nicht wirklich. Ich bin vor kurzem in ein neues Haus gezogen und da gab es einiges, was ich erledigen konnte.

Trotz Gips?

Bligg: Selbstverständlich habe ich keine Möbel herumgeschoben. Aber so hie und da was einzuräumen, war schon möglich. Ausserdem ist ja <nur> mein Bein verletzt. Mit meinem Kopf ist alles in Ordnung, daher nutzte ich die Zeit auch, um an neuen Song-Ideen zu feilen und die weiteren Auftritte mit meinem Team zu besprechen.

Wo wohnen Sie denn jetzt?

Bligg: Ich bin eindeutig näher zur Ostschweiz gerückt.

Wegen dem Bruch mussten Sie den Auftritt an der Toasted Challenge in Kloten absagen. Zum ersten Mal in Ihrer Karriere. Wie gehen Sie mit so einer Ausbremsung um?

Bligg: Es hat weh getan, denn für diesen Auftritt wurden viele Vorbereitungen getroffen und ich habe mich auf den Event extrem gefreut. Am meisten tat es mir aber für meine Fans leid. Mit Rapper Stress wurde jedoch ein gebührender Ersatz gefunden. Er hat mit dem Publikum für mich sogar ein Ständchen gesungen und mir die Genesungswünsche dann via Video geschickt. Das fand ich stark!

Am Sonntag spielen Sie vor Sir Elton John. Mögen Sie seine Musik?

Bligg: Auf jeden Fall. Er ist ein grandioser Musiker. Ich habe ihn als Kind schon immer gehört. «I Don't Wanna Go On With You Like That» war einer meiner Lieblingssongs. Ich habe ihn so oft gespielt, meine Eltern konnten ihn schon nicht mehr hören.

Was bedeutet es für Sie, in der AFG Arena in St. Gallen zu spielen?

Bligg: 2008 trat ich bei der Eröffnung mit der Streichmusik Alder auf. Ich freue mich, dahin zurückzukehren.

Die Welt ist momentan im WM-Fieber. Wie stehen Sie zu Fussball?

Bligg: Ganz ehrlich, ich finde es eine interessante Sportart, doch bin ich nicht der grösste Fan. Ich mache lieber Fitness, halt was mit Kraft und Ausdauer. Wobei Fussball und Musik sehr viele Parallelen haben.

Wie meinen Sie das?

Bligg: Meine Shows dauern meistens wie Fussballspiele auch 90 Minuten. Als Bandleader muss ich wie ein Trainer überlegen, wo ich wen auf der Bühne plaziere und anstelle einer Nachspielzeit gebe ich Zugaben.

Ihr WM-Tip?

Bligg: Schweiz oder Frankreich.

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